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Zentralapotheke

Schwerpunkte

Zentralapotheke
Zentralapotheke
Zentralapotheke

Konventionelle Arzneimittelversorgung

In der Regel dreimal wöchentlich versorgt die Zentralapotheke die Stationen und Funktionsabteilungen der Krankenhäuser mit Arzneimitteln.

Standardmäßig werden die Arzneimittel als „Sammelbestellungen“ von den Stationen angefordert – die Station fordert die benötigten Arzneimittel in ganzen Packungen an und gibt dann die einzelnen Tabletten, Kapseln usw. an die Patienten ab.

Patientenbezogene Arzneimittelversorgung

Kommisionierautomat
Unit-Dosen

Während eines stationären Aufenthaltes erhalten die Patienten im Klinikum Lüdenscheid ihre Arzneimittel aus der Zentralapotheke als Unit-Dose-Arzneimittel. Dies sind einzeln verpackte Arzneimittel, die in der Apotheke zusammengestellt und mit einem so genannten Kommissionierautomaten in Tüten verpackt werden.

In Zusammenarbeit mit den verordnenden Ärzten stellen unsere Krankenhausapotheker durch eine Überprüfung der Medikation sicher, dass jeder Patient das richtige Medikament in der richtigen Dosierung zum richtigen Zeitpunkt erhält. Zusätzlich wird geprüft, ob es zwischen den einzelnen Medikamenten Wechselwirkungen (Interaktionen) gibt. Die Unit-Dose-Versorgung ist damit ein wichtiger Beitrag zur Patientensicherheit im Klinikum Lüdenscheid.

Arzneimittelherstellung

Viele Medikamente werden in der Zentralapotheke für den individuellen Gebrauch hergestellt, da die jeweiligen Medikamente in der gewünschten Zusammensetzung nicht im Handel erhältlich sind.

Schwerpunkte unserer Herstellung:

  • Zytostatika
    Zytostatika sind Medikamente zur Tumorbekämpfung, einige werden auch zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen eingesetzt. Diese Medikamente wirken auf kranke und teilweise auch auf gesunde Zellen und müssen daher sehr genau und für jeden Patienten individuell dosiert werden. Jährlich verlassen so etwa 13.000 Zubereitungen die Apotheke. Vor der Produktion werden die einzelnen Bestellungen durch die Apotheke noch einmal überprüft. Unklarheiten werden direkt mit dem verantwortlichen Arzt geklärt; erst dann wird das Medikament – in einem speziellen klimatisierten Reinraum – hergestellt.
  • Salben, Cremes und Pasten
    Zur Behandlung von Hauterkrankungen sind häufig individuell zubereitete Präparate erforderlich – beispielsweise bei Unverträglichkeiten gegenüber industriell hergestellten Präparaten oder speziellen Erfordernissen einer nicht konservierten Zubereitung, welche nicht als Fertigpräparat zu beziehen ist.
  • Sterile Lösungen
    Unter anderem in der Augenheilkunde werden Lösungen benötigt, die vollständig steril (keimfrei) sein müssen. Ihre Herstellung erfolgt ebenfalls unter Reinluftbedingungen im Sterillabor der Apotheke.
  • Kapseln
    Besonders in der Kinderheilkunde werden für die ganz kleinen Kinder oft Einzeldosen benötigt, die nicht im Handel erhältlich sind. Die Apotheke fertigt dann individuell dosierte Kapseln an, deren Inhalt dem Kind z.B. mit Wasser oder einem anderen Getränk gegeben wird.
  • TPN (Totale parenterale Ernährung)
    Für Säuglinge werden individuell zusammengesetzte parenterale Ernährungsinfusionen benötigt, die in der Apotheke hergestellt werden. Die Ernährungsinfusionen setzen sich zusammen aus Kohlenhydraten, Aminosäuren, Fetten, Spurenelementen, Elektrolyten und Vitaminen.

Arzneimittelinformation

Die Apotheke ist die zentrale Stelle für Informationen über Arzneimittel bei der Märkische Kliniken GmbH. In der AM-Info-Zentrale der Apotheke gibt es neben einem Internetzugang einen umfangreichen Literaturbestand sowie Zugang zu den wichtigsten medizinischen/pharmakologischen Datenbanken.

So ist die kompetente und zeitnahe Beantwortung auch hochspezieller medizinisch-pharmakologischer oder pharmazeutischer Fragestellungen sichergestellt.

Apotheker auf Station

Zusammenarbeit mit Ärzten im Rahmen von Visiten / Kurvenvisiten

Ziel der engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit den Ärzten ist die Erhöhung der Arzneimitteltherapiesicherheit sowie eine aus medizinischer und ökonomischer Sicht optimierte Arzneimitteltherapie.

Es erfolgt eine Überprüfung der Medikation im Hinblick auf:

  • Dosierung und Dosierungsintervalle
  • Dosisanpassungen bei Organinsuffizienz
  • Mögliche Kontraindikationen
  • Interaktionen
  • Doppelmedikationen
  • potentiell unerwünschte Arzneimittelwirkungen