Zu den Inhalten springen

15.000 Taler für Lüdenscheids erstes Krankenhaus

Wussten Sie eigentlich, dass es der Spende einer Frau - Louise Kerksig - zu verdanken ist, dass Lüdenscheid vor rund 160 Jahren das erste Krankenhaus bekam? Nachdem der Vertrag über die Spende von 15.000 Talern für ein Krankenhaus beim Königlichen Kreisgericht unterschrieben worden war, ließ Bürgermeister Nottebohm vor Freude die Glocken der Erlöserkirche läuten. Sodann machte sich die "Krankenhausbeauftragte" Mathilde Hueck im Sommer 1859 mit der Postkutsche auf den beschwerlichen Weg über die Hügel zum Altenaer Krankenhaus, um sich zu informieren. Dort arbeiteten bereits Diakonissen, ein Knecht und eine Magd - Ärzte gab es aber keine. Aber immerhin eine Kuh, die Patienten mit Milch versorgte! Bereits Mitte Dezember 1859 wurde danach das erste Krankenhaus Lüdenscheids an der Luisenstraße 21 feierlich in Betrieb genommen.

Die Geschichte der Lüdenscheider Krankenhäuser ist eine wechselvolle: So gab es neben großem Einsatz der Lüdenscheider für ihr Krankenhaus so einige Umzüge von einem Domizil zum nächsten und auch schlimme Folgen durch die Weltkriege. Das Leistungsspektrum wie Ausstattung veränderten sich im Laufe der Jahre erheblich.

Prof. Dr. Rolf Larisch, Direktor der Klinik für Nuklearmedizin am Klinikum Lüdenscheid, ist vor einiger Zeit von der Rolle des Mediziners in die des Historikers geschlüpft und hat diese anhand von Quellen detailliert aufgeschrieben. Interessant und spannend schildert er die Entwicklung des Lüdenscheider Krankenhauswesens von seinen bescheidenen Anfängen bis zum Klinikum der Maximalversorgung.

Welch große Bedeutung Spenden einheimischer Unternehmer, aber auch einfacher Bürger für die Errichtung des ersten Hospitals im 19. Jahrhundert hatten und wie es dazu kam, dass in unserer Zeit eines der größten kommunalen Krankenhäuser Deutschlands gerade hier im Sauerland zu finden ist, kann man in Prof. Larischs historischer Arbeit erfahren. Fakt ist jedenfalls: Die Lüdenscheider haben sich schon vor über 160 Jahren für ihr Krankenhaus engagiert und durch ihre Hilfsbereitschaft Tatsachen geschaffen, die den Patienten noch heute zugute kommen.

Die ganze Geschichte lesen Sie hier: