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06.06.2016, Lüdenscheid

Kardiologie im Wandel der Zeit

Dem Thema „Wandel in der Kardiologie" widmete sich das 13. Lüdenscheider Kardiologie-Symposium, zu dem die Klinik für Kardiologie und Angiologie unter der Leitung von Prof. Dr. Bernd Lemke in das Seminarzentrum des Klinikums Lüdenscheid eingeladen hatte. Auch in diesem Jahr waren wieder rund 100 Ärzte aus ganz Nordrhein-Westfalen der Einladung nach Lüdenscheid gefolgt. Ein Umstand, den sowohl Detlef Seidel, zum einen in Vertretung des Landrates und zum anderen als Aufsichtsratsvorsitzender der Märkischen Kliniken als auch Dr. Thorsten Kehe, Vorsitzender der Geschäftsführung der Märkische Kliniken in ihren Grußworten würdigten.

Schnell wurde das Thema „Wandel" sehr konkret – zunächst aber im personellen Bereich: Denn Dr. Dietrich Boppert, Leitender Arzt für Interventionelle Kardiologie, wurde an diesem Tag mit sehr herzlichen Worten von Prof. Dr. Lemke und anderen ärztlichen Kollegen in den Ruhestand verabschiedet. Dr. Boppert prägte die Lüdenscheider Klinik für Kardiologie fast 30 Jahre entscheidend mit. 1981 war er zum ersten Mal am Klinikum Lüdenscheid tätig. Nach einem kurzen Intermezzo in einer anderen Klinik baute er ab 1988 die invasive Kardiologie in Lüdenscheid auf, hielt sie unter schwierigen Bedingungen aufrecht und entwickelte sie ab 2003 mit zu einer weithin angesehenen Klinik, die über einen großen Erfahrungsschatz bei Eingriffen am Herzen mittels Kathetertechnik über einen arteriellen oder venösen Gefäßzugang (Interventionelle Kardiologie), verfügt. Dr. Boppert ist es wohl mit zu verdanken, dass vor kurzem der 50.000 Herzkatheter am Klinikum Lüdenscheid gelegt werden konnte. „Ihm gilt mein persönlicher Dank für seine fachlich hervorragende Arbeit und die freundschaftliche Verbundenheit, ohne die die rasante Entwicklung der Kardiologie in Lüdenscheid nicht möglich gewesen wäre", betonte Prof. Lemke.

Dr. Boppert wird übrigens Ende Juni nicht nur „seine" Klinik verlassen, sondern auch Lüdenscheid – ihn zieht es in den Norden Deutschlands, an die Ostsee. Dafür hänge er seine Bleischürze gern an den Nagel, so seine verschmitzten Worte zum Abschied an die Kolleginnen und Kollegen. Die Nachfolge wird Herr Dr. Tobias Fortmann antreten, der sich mit neuen Verfahren wie dem transkutanen Aortenklappenersatz (TAVI) bereits einen Namen gemacht hat. Eine Übersicht über die Entwicklung der Elektrophysiologie der letzten Jahr gab PD Dr. Markus Zarse, ebenfalls Leitender Arzt in der Klinik für Kardiologie. In weiteren Vorträgen wurden die neusten Entwicklungen auf dem Gebiet der Schrittmacher-und Defibrillator-Therapie beleuchtet. Eine interessante Darstellung über den aktuellen Stand und die Entwicklung der Echokardiographie, den Stellenwert nicht-invasiver Verfahren und Eckpunkte des Wandels der medikamentösen Therapie gaben namhafte ärztliche Referenten aus Kliniken in Bochum, Essen und Bad Oeynhausen. Insgesamt bestätigten Teilnehmer wie Referenten ein sehr interessantes und gelungenes 13. Kardiologisches Symposium in Lüdenscheid, in dem viele etablierte Therapieverfahren im Wandel der Zeit betrachtet und neueste wissenschaftliche Erkenntnisse praxisrelevant dargestellt wurden.

Kardiologie Symposium
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