Multiple-Sklerose-Ambulanz am Klinikum Lüdenscheid um weitere 2 Jahre zertifiziert | Märkische Kliniken
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15.08.2023, Lüdenscheid

Multiple-Sklerose-Ambulanz am Klinikum Lüdenscheid um weitere 2 Jahre zertifiziert

Erneut gelang es Herrn Andreas Israel, Klinikdirektor der Abteilung für Neurologie, gemeinsam mit der Fachschwester für Multiple Sklerose, Ina Selka, die hohen Strukturanforderungen der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) zu erfüllen, so dass die Auszeichnung für weitere zwei Jahr ans Klinikum Lüdenscheid vergeben wurde.

Seit 2007 werden in der MS-Ambulanz der neurologischen Abteilung Patienten mit einer Multiplen Sklerose auf höchstem Niveau behandelt. Bereits seit 2008 wurde die MS-Ambulanz durch die DMSG als MS-Zentrum zertifiziert. Von Beginn an wurden die Vorgaben und festgelegten Kriterien an Diagnostik, Fachwissen, Versorgung und Kooperation durchgehend erfüllt, so dass die MS-Ambulanz alle zwei Jahre als MS-Zentrum re-zertifiziert wurde.

Die Multiple Sklerose ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, welche häufig im frühen Erwachsenenalter beginnt. Im Rahmen der Erkrankung kommt es durch eine Fehlregulation des Immunsystems zu Entzündungsherden im Gehirn und/oder im Rückenmark, welche zu verschiedenen neurologischen Symptomen und Ausfällen führen kann. Trotz umfangreicher Forschungen sind die Ursachen bzw. Unterschiede in den Verlaufsformen noch nicht vollumfänglich geklärt. Insbesondere in den letzten Jahren konnten jedoch viele neue Medikamente entwickelt werden, mit welchen die Erkrankung frühzeitig positiv beeinflusst und im besten Fall dauerhaft kontrolliert werden kann.

In der neurologischen Abteilung am Klinikum Lüdenscheid und insbesondere in der MS-Ambulanz werden alle Patienten mit Multipler Sklerose aus dem Märkischen Kreis, aber auch darüber hinaus, individuell beraten und behandelt. Insbesondere im stationären Rahmen erfolgt in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Radiologie die Abklärung bei einem Verdacht auf eine chronisch entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems bzw. die Stellung der Diagnose einer Multiplen Sklerose.

Bei akut aufgetretenen Beschwerden besteht zudem die Möglichkeit einer Akuttherapie. Hierzu kann zunächst eine intravenöse Cortisontherapie erfolgen und bei unzureichendem Therapieerfolg, in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Nephrologie, eine "Blutwäsche" (Immunadsorption/Plasmapherese) eingeleitet werden. Im Anschluss erfolgt, in enger Kooperation mit den niedergelassenen Fachärzten für Neurologie, eine Einstellung auf eine krankheitsmodifizierende Therapie. Hierfür werden die Patienten in einem multiprofessionellen Team über alle modernen MS-Therapeutika aufgeklärt und behandelt.

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