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Operative Medizin II: Klinik für Urologie

Tumorerkrankungen

Bösartige Erkrankungen der harnableitenden Organe sind heute leider weit verbreitet. So ist Prostatakrebs die häufigste Krebserkrankung des Mannes in Deutschland mit rund 44.000 Neuerkrankungen jährlich. Besonders wichtig ist die Vorsorge und Früherkennung: Rechtzeitig erkannt, sind die Heilungschancen heute etwa dreimal besser als vor 20 Jahren.

Wir verwenden den B+K Farbdoppler zur Prostatasonographie mit Histoscanning-Möglichkeit.

In der Klinik für Urologie behandeln wir alle Formen der urologischen Krebsarten. Dazu zählen neben Prostatakrebs auch Hoden-, Nieren- und Blasenkrebs. Dem Gedanken der Zentrenbildung folgend, kooperieren dabei mit den anderen Kliniken am Standort und mit den niedergelassenen Fachärzten in unserem Einzugsgebiet. Zur operativen Entfernung von Tumoren nutzen wir gleichermaßen offene Operationstechniken und minimal-invasive Methoden. Insbesondere bei Hodentumoren kooperieren wir eng mit dem Hodentumor-Zweitmeinungszentrum der Universität Düsseldorf.

Urologische Tumore erfordern häufig eine Kombination aus Bestrahlung, Chemotherapie und Operation. In Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Urologen und der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie stehen an unserem Haus sämtliche Formen der modernen Strahlentherapie zur Verfügung, darunter auch die Brachytherapie. Bei dieser Form der Bestrahlung werden reiskorngroße Strahlenquellen („Seeds“) direkt in die Prostata eingebracht und bekämpfen den Tumor „von innen heraus.“ Chemotherapien können wir direkt in der Klinik für Urologie durchführen, so dass für unsere Patienten ein Wechsel in andere Kliniken meist nicht erforderlich ist. Mehr zur Chemotherapie erfahren Sie unter Schwerpunkte. Die regelmäßig stattfindenden Tumorkonferenzen mit der Pathologie, Strahlentherapie, Nuklearmedizin, Radiologie und den niedergelassenen Urologen, sichern eine solide Langzeitversorgung der Tumorpatienten.

Chemotherapie bei Tumorerkrankungen

In unserer Klinik werden seit rund 25 Jahren Chemotherapien bei Hoden-, Blasen- oder Nierenkrebs durchgeführt. Für unsere Patienten bedeutet dies eine integrierte operative und onkologische Therapie ihres Leidens aus einer Hand. Aufgrund der Komplexität der meisten Tumorerkrankungen behandeln wir aber auch hier nach dem „Zentrumsprinzip“: In wöchentlichen Tumorkonferenzen wird die Behandlung mit Onkologen, Chirurgen, Strahlentherapeuten und Radiologen für jeden Patienten individuell bestimmt. Chemotherapien führen wir meist ambulant durch.