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Operative Medizin II: Hautklinik

Hauttumore

Untersuchung
Untersuchung
Untersuchung

Zu den bösartigen Hauttumoren zählen der weiße Hautkrebs (Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom), der schwarze Hautkrebs (malignes Melanom), weiterhin Lymphome der Haut und seltenere Tumore wie Merkelzellkarzinom oder Dermatofibrosarkom.

Zur Früherkennung von Hauttumoren wurde im Jahr 2008 bundesweit das Hautkrebsscreening bei Hautfachärzten und Fachärzten für Allgemeinmedizin eingeführt.

Alle Formen von bösartigem Hautkrebs werden an unserer Klinik nach aktuellem wissenschaftlichem Kenntnisstand behandelt. Dies wird ermöglicht durch eine gute interdisziplinäre Kooperation mit allen diagnostischen und therapeutischen Abteilungen im Klinikum (Hämatoonkologie, Pathologie, Radiologie, Strahlentherapie, Nuklearmedizin, Gynäkologie, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Plastische Chirurgie und Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Urologie und Pädiatrie).

Die Behandlungen orientieren sich an den Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie und der Deutschen Krebsgesellschaft (siehe unter der Rubrik „Links“).

Die Nachsorgesprechstunde betreut Patienten mit einen hohen Risiko ein Rezidiv zu erleiden und Patienten bei denen bereits Absiedlungen von Hautkrebs vorhanden sind. Patienten in fortgeschrittenen Tumorstadien speziell bei Patienten mit malignen Melanomen (schwarzer Hautkrebs) oder Hochrisikoplattenepithelkarzinomen steht eine breite Palette zur Behandlung von Tumorabsiedlungen zur Verfügung (Chirurgie, Lasertherapie, Chemotherapie, Strahlentherapie, intraläsionale Tumortherapie mit Interleukin, Interferon, lokale medikamentöse Therapie).

In Kooperation mit universitären Einrichtungen ist die Teilnahme an nationalen oder internationalen Therapiestudien möglich.  
Eine enge Kooperation mit der Klinik für Psychosomatische Medizin ermöglicht eine psychoonkologische Begleitung. Für Patienten mit fortgeschrittenem Tumorleiden in der letzten Lebensphase ist die Betreuung in oder in Anbindung an die Klinik für Palliativmedizin gewährleistet.

Operationen

Alle Verfahren der modernen Dermatochirurgie werden für ambulante und stationäre Patienten aller Altersgruppen angeboten. Neben einem Eingriffsraum im ambulanten Bereich steht ein moderner großzügiger OP mit allen Überwachungsmöglichkeiten zur Verfügung. Die Mehrzahl der Eingriffe erfolgt in Lokal- oder Tumeszenzlokalanästhesie. Allgemeinnarkosen sind nur in Einzelfällen  oder auf Wunsch des Patienten erforderlich. Das Spektrum umfasst sämtlich dermatochirurgische Methoden zur Entfernung gut- oder bösartiger Hauttumoren. Für die Rekonstruktion stehen Verfahren des plastisch rekonstruktiven Wundverschlusses, Nahlappenplastiken und Hauttransplantationen oder autologer Hautersatz zur Verfügung. Bei bösartigen Tumoren mit Metastasierungsrisiko z. B. beim malignen Melanom, aber auch beim Plattenepithelkarzinom,  wird in Abhängigkeit von der präoperativ mittels Ultraschall gemessen Eindringtiefe die selektive Entfernung des Wächterlymphknotens durchgeführt.

Medikamentöse Tumortherapie

Wenngleich die meisten Formen von weißem Hautkrebs (Plattenepithelkarzinom oder Basalzellkarzinom) heute dermatochirurgisch behandelt werden, stehen für nicht operationsfähige Patienten mit besonders ausgedehnten Tumoren lokale medikamentöse Behandlungen als Alternative zur Verfügung.

Beim malignen Melanom im mittleren und höheren Risikobereich kommen adjuvante (vorbeugende) Immuntherapien (z. B. Interferon), im fortgeschrittenen Tumorstadium die Kombination aus Chemo- und Immuntherapie und modernen biologischen Medikamenten zum Einsatz. Auch in der Behandlung der Lymphome der Haut (primär cutane Lymphome) werden leitlinienorientiert alle modernen medikamentösen Behandlungsverfahren eingesetzt.

Die  stadienorientierte Behandlung erfolgt nach regelmäßigen Staginguntersuchungen,  wie Ultraschalldiagnostik und andere bildgebende Verfahren, Laboruntersuchungen und Bestimmung von Tumormarkern.