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Frauenklinik

(Vorsorge-)Untersuchungen

Untersuchung Bauch

Vorsorgeuntersuchungen
Im Kindesalter sind eine Reihe von Vorsorgeuntersuchungen vorgesehen, um Auffälligkeiten möglichst früh erkennen zu können. Die erste wichtige Untersuchung im Leben eines Kindes ist die sogenannte U1, unmittelbar nach der Geburt durch den Geburtshelfer oder den Kinderarzt, in deren Rahmen auch die sogenannten "Apgar-Werte" vergeben werden. Diese zeigen, wie gut ein Neugeborenes sich nach der Geburt an das Leben außerhalb des Mutterleibs anpasst. Die nächste wichtige Untersuchung ist die U2 am 3. - 10. Lebenstag. Sie wird durch einen Kinderarzt durchgeführt, wenn das Baby mindestens 48 Stunden alt ist, die Eltern sind in der Regel bei der Untersuchung dabei. Das Baby wird von Kopf bis Fuß untersucht, so werden zum Beispiel Herz und Lunge abgehört und der Zustand des Zentralnervensystems beurteilt.
 
Hörscreening
Während des Aufenthaltes der Babys im Kinderzimmer wird eine orientierende Hörprüfung durchgeführt. So kann festgestellt werden, ob das Baby ausreichend gut hört. Ist der Test auffällig, wird er zunächst wiederholt, bei neuerlichen Auffälligkeiten werden weiterführende Tests in die Wege geleitet.
 
Hüftsonographie
In den ersten Tagen nach der Geburt (bei auffälliger Familiengeschichte so früh wie möglich) wird von einem Kinderarzt eine Ultraschalluntersuchung der Hüftgelenke durchgeführt. Mit dieser Untersuchung werden Auffälligkeiten der Hüftgelenke wie die sogenannte "Hüftdysplasie" (= Unterentwicklung des Hüftgelenks, vor allem der Gelenkpfanne) frühzeitig erkannt. So kann eine entsprechende Behandlung in die Wege geleitet werden, wie zum Beispiel das "breite Wickeln" oder eine Spreizhosentherapie.
 
Phototherapie
Viele Neugeborene entwickeln in den ersten Tagen nach der Geburt eine Neugeborenengelbsucht. Diese hat nichts mit einer ansteckenden Gelbsucht durch eine Leberentzündung zu tun – der Grund ist eine Unreife der Leber, die noch nicht alle Stoffwechselvorgänge ausreichend leisten kann. Der gelbe Blutfarbstoff, das sogenannte Bilirubin, wird im Blut gemessen. Wenn der Wert eine vom Lebensalter abhängige Grenze überschreitet, muss eine Phototherapie durchgeführt werden, eine Bestrahlung des Kindes mit einem besonderen Licht, das den Abbau des Bilirubins fördert.

Nabelschnurblut-Spende
In der Frauenklinik des Klinikums Lüdenscheid besteht für werdende Eltern die Möglichkeit, Nabelschnurblut zu spenden. Aus dem Blut können wertvolle Stammzellen gewonnen werden, die dann bei der Behandlung von Leukämie zum Einsatz kommen. Die Stammzelltransplantation aus allogenem Nabelschnurblut wird bei Kindern mit Leukämie schon erfolgreich angewandt und entwickelt sich weiter zur möglichen Therapie auch für Erwachsene. Im Gegensatz zur Knochenmarkspende müssen bei einer Stammzelltransplantation Spender und Empfänger nicht in allen Gewebemerkmalen 100% übereinstimmen. Außerdem sind Transplantate aus Nabelschnurblut besser verträglich, so dass einige der gefürchteten lebensbedrohlichen Komplikationen der Knochenmarkspende entfallen.