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20.08.2026

Klinikum Lüdenscheid investiert in robotergestützte Bronchoskopie für eine noch präzisere Lungenkrebsdiagnostik.

Neues Diagnostiksystem erweitert künftig die Möglichkeiten der Früherkennung und unterstützt den Ausbau des geplanten Lungenkrebszentrums. 

Im Klinikum Lüdenscheid laufen derzeit die Vorbereitungen für eine der modernsten Technologien in der Diagnostik von Lungenerkrankungen. Mit einem neuen robotergestützten Bronchoskopie-System investiert das Klinikum Lüdenscheid in die Zukunft der Patientenversorgung und erweitert sein medizinisches Leistungsspektrum um ein hochmodernes Verfahren zur Früherkennung von Lungenkrebs.

In den kommenden Tagen wird das komplexe System installiert und anschließend umfassend technisch geprüft. Es folgen umfangreiche Funktionstests, die offizielle Systemabnahme sowie intensive Schulungen der Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte. Erst nach erfolgreichem Abschluss dieser Prozesse wird das System für die ersten Patientinnen und Patienten eingesetzt.

Das robotergestützte Bronchoskopie-System stammt vom Medizintechnikunternehmen Intuitive. Im Rahmen einer umfassenden Marktanalyse erwies sich das System als die derzeit einzige in Europa zugelassene Lösung, die sämtliche medizinischen und technischen Anforderungen erfüllt und gleichzeitig optimal mit der bereits vorhandenen hochmodernen 3D-Bildgebung des Klinikums Lüdenscheid zusammenarbeitet.

Als Haus der Maximalversorgung zählt das Klinikum Lüdenscheid seit vielen Jahren zu den führenden Einrichtungen für die Behandlung von Lungenerkrankungen und genießt weit über die Region hinaus einen ausgezeichneten Ruf. Mit der kontinuierlichen Modernisierung seiner Medizintechnik schafft das Klinikum Lüdenscheid die Voraussetzungen, Patientinnen und Patienten auch künftig eine moderne und leistungsfähige Versorgung anbieten zu können. Gleichzeitig ist die Investition ein wichtiger Baustein auf dem Weg zum geplanten zertifizierten Lungenkrebszentrum.

Lungenkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen weltweit und ist nach wie vor die häufigste krebsbedingte Todesursache. Entscheidend für die Heilungschancen ist eine möglichst frühe Diagnose. Mit der Einführung des Lungenkrebsscreenings für bestimmte Risikogruppen werden künftig deutlich häufiger kleine Veränderungen in der Lunge entdeckt. Diese müssen möglichst schnell, sicher und gleichzeitig schonend abgeklärt werden.

Genau hier bietet die neue Technologie entscheidende Vorteile. Während einer Lungenspiegelung unterstützt das robotergestützte System die Ärztinnen und Ärzte dabei, auch sehr kleine oder schwer erreichbare Veränderungen in der Lunge präzise anzusteuern. So können gezielt Gewebeproben entnommen werden, ohne unnötig gesundes Gewebe zu belasten. Für die Patientinnen und Patienten bedeutet das eine schonendere Untersuchung und gleichzeitig eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit, schnell eine sichere Diagnose zu erhalten.

Ein besonderer Vorteil besteht in der Kombination mit der bereits vorhandenen hochmodernen 3D-Bildgebung des Klinikums Lüdenscheid. Beide Systeme arbeiten nahtlos zusammen und liefern während der Untersuchung äußerst präzise Bilder aus der Lunge. Dadurch können selbst kleinste Lungenrundherde sicher lokalisiert und untersucht werden. Während herkömmliche Verfahren bei solchen kleinen Veränderungen eine Trefferquote von etwa 70 Prozent erreichen, kann diese mit der robotergestützten Bronchoskopie auf bis zu 95 Prozent gesteigert werden. Gleichzeitig sind häufig weniger Gewebeentnahmen erforderlich. Das macht die Untersuchung für die Patientinnen und Patienten schonender und erhöht gleichzeitig die diagnostische Sicherheit.

„Je früher Lungenkrebs erkannt wird, desto besser sind in vielen Fällen die Behandlungsmöglichkeiten. Genau dafür eröffnet uns die neue Technologie völlig neue Möglichkeiten. Das robotergestützte Bronchoskopie-System ermöglicht es uns, nahezu alle Bereiche der Lunge sicher zu erreichen – auch sehr kleine (unter 10mm) oder schwer zugängliche Veränderungen, die bislang oft nur schwer zu untersuchen waren. Dadurch gewinnen wir schneller diagnostische Sicherheit und können notwendige Therapien früher einleiten. Für unsere Patientinnen und Patienten bedeutet das eine schonendere Untersuchung, weniger belastende Eingriffe und häufig auch schneller Gewissheit. Gleichzeitig stärken wir mit dieser Investition unser Lungenzentrum und schaffen eine wichtige Voraussetzung für den geplanten Aufbau eines zertifizierten Lungenkrebszentrums am Klinikum Lüdenscheid“, sagt Dr. Wolfgang Hohenforst-Schmidt, Direktor der Klinik für Pneumologie, Internistische Intensivmedizin, Infektiologie und Schlafmedizin.

Dr. Thorsten Kehe, Vorsitzender der Geschäftsführung der Märkischen Kliniken, betont: „Wir investieren dort, wo moderne Technik die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten spürbar verbessert. Das neue robotergestützte Bronchoskopie-System eröffnet neue Möglichkeiten in der Früherkennung von Lungenkrebs und stärkt gleichzeitig die Weiterentwicklung des Klinikums Lüdenscheid. Mit Investitionen wie dieser schaffen wir die Voraussetzungen, um medizinischen Fortschritt dauerhaft in die Versorgung der Menschen zu bringen und den Ausbau unseres geplanten Lungenkrebszentrums konsequent voranzutreiben. Gleichzeitig stärken wir die Zukunftsfähigkeit unseres Klinikums und investieren nachhaltig in eine moderne Gesundheitsversorgung.“

Mit der Investition setzt das Klinikum Lüdenscheid seinen Weg konsequent fort, innovative Medizintechnik gezielt für eine bessere Patientenversorgung einzusetzen. Nach Abschluss der Installations-, Test- und Schulungsphase wird das neue System schrittweise in den klinischen Alltag integriert und die diagnostischen Möglichkeiten des Klinikums Lüdenscheid in der Lungenmedizin nochmals deutlich erweitern. Für Patientinnen und Patienten bedeutet dies künftig eine noch präzisere, schonendere und frühzeitigere Diagnostik – und damit bessere Voraussetzungen für eine erfolgreiche Behandlung.

 

Robotergestützte Bronchoskopie – einfach erklärt

Was ist eine Bronchoskopie?
Bei einer Bronchoskopie wird ein dünner, flexibler Schlauch mit einer kleinen Kamera über Mund oder Nase in die Atemwege eingeführt. So können die Ärztinnen und Ärzte die Lunge von innen untersuchen und bei Bedarf Gewebeproben entnehmen.

Was ist das Besondere an der neuen Technologie?
Das robotergestützte Bronchoskopie-System unterstützt die Ärztinnen und Ärzte dabei, auch sehr kleine oder schwer erreichbare Veränderungen in der Lunge präzise anzusteuern. Eine intelligente Navigation und modernste Bildgebung helfen dabei, den richtigen Weg durch die Atemwege zu finden.

Welchen Vorteil haben Patientinnen und Patienten?

  • Höhere Sicherheit bei der Diagnosestellung
  • Schonendere Gewebeentnahme
  • Weniger belastende Eingriffe
  • Frühere Erkennung von Lungenkrebs
  • Schnellere Grundlage für die passende Behandlung

Warum ist die frühe Diagnose so wichtig?
Lungenkrebs verursacht im Anfangsstadium häufig keine Beschwerden. Wird die Erkrankung früh erkannt, bestehen in vielen Fällen deutlich bessere Behandlungsmöglichkeiten und Heilungschancen.

Warum investiert das Klinikum Lüdenscheid in diese Technik?
Mit der neuen robotergestützten Bronchoskopie erweitert das Klinikum Lüdenscheid seine diagnostischen Möglichkeiten und schafft eine wichtige Voraussetzung für den geplanten Aufbau eines zertifizierten Lungenkrebszentrums.

 


Bild: Klinikum Lüdenscheid, Sigrid Bicking
Dr. Wolfgang Hohenforst-Schmidt und Dr. Thorsten Kehe vor dem robotergestützten Bronchoskopie-System

Die beiden Ärzte vor dem neuen System