Zu den Inhalten springen
19.04.2018, Lüdenscheid

Brustaufbau nach einer Tumorerkrankung - welche Möglichkeiten gibt es?

Rund um die Rekonstruktionsmöglichkeiten der weiblichen Brust ging es am Dienstagabend in einem Vortrag der Reihe „Dienstags in den Märkischen Kliniken“ gemeinsam mit der AOK NORDWEST. Trotz der ersten sonnigen Frühlingstage nach einem doch recht kalten Winter fanden einige interessierte Besucherinnen den Weg in das Seminarzentrum. Das Ärzteteam rund um PD Dr. Stéphane Stahl, Direktor der Klinik für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie /Handchirurgie am Klinikum Lüdenscheid sowie sein Oberarzt und Referent Dr. Elmar Halbach nahmen sich an diesem Abend Zeit, um wichtige Informationen zur Wiederherstellung der weiblichen Brust nach einer Tumorerkrankung weiterzugeben und Fragen zu beantworten.

Die weibliche Brust ist viel mehr, als nur ein Symbol für Weiblichkeit oder ein bloßes Schönheitsideal. Der Verlust der Brust als Folge einer Krebserkrankung bedeutet für viele Frauen einen enormen Einschnitt, verbunden mit Ängsten und Selbstzweifeln – doch dabei muss und soll es nicht bleiben. Eine Wiederherstellung der Brust gehört deshalb zum festen Bestandteil eines Therapiekonzeptes für Brustkrebs-Patientinnen.

Doch welche Möglichkeiten des Brustaufbaus gibt es eigentlich? Fragen, die der erfahrene Chirurg, Dr. Elmar Halbach, in seinem Vortrag umfassend thematisierte. „Wir entwickeln gemeinsam mit der Patientin ein passendes Therapiekonzept, beraten und klären auf“, erklärt Dr. Halbach. Dabei wird auch die Expertise aus anderen Fachbereichen wie beispielsweise der Gynäkologie und der Strahlentherapie herangezogen. Neben einem Zeitpunkt gilt es dann die Entscheidung zu treffen, ob die Rekonstruktion der Brust mittels eines Implantates oder mit Eigengewebe vorgenommen werden soll. Dazu hatte der Referent Implantate mitgebracht, die er dem Publikum zur genauen Ansicht in die Reihen reichte. Anschließend erklärte er anschaulich und mit der Unterstützung von ausreichend Bildmaterial die Wiederherstellung der Brust mit Eigengewebe vom Rücken, dem Bauch, dem Oberschenkel oder Gesäß. „Die Verpflanzung von Eigengewebe ist durchaus komplex, damit erzielen wir aber ein natürliches Ergebnis ohne den Einsatz eines Fremdkörpers“, weiß Dr. Halbach.
Zum Abschluss traten die Gäste in einen regen Austausch mit dem Ärzteteam und konnten so alle Fragen rund um dieses Thema loswerden.

Kategorien: