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Moderne Nuklearmedizin im MRV Lüdenscheid

Die meisten Krankheiten führen zu Veränderungen des Stoffwechsels oder der Funktion in den Organen des Körpers. So kann ein Knoten irgendwo in der Schilddrüse zum Beispiel dazu führen, dass die Schilddrüse an dieser Stelle zu viele Hormone produziert. Das Ziel der Nuklearmedizin ist es, diese Funktionsstörungen zu erkennen und - wenn möglich - auch zu behandeln.

Dazu setzt der Nuklearmediziner winzige Dosen radioaktiver Stoffe ein. Bei dem Beispiel mit dem Schilddrüsenknoten könnte der Nuklearmediziner dem Patienten radioaktives Jod geben. Jod ist der Grundbaustein der Schilddrüsenhormone und wird deshalb in dem Knoten aufgenommen. Weil das Jod Strahlung aussendet, kann man diesen Vorgang von außen darstellen, ohne den Knoten herausoperieren zu müssen.

Man braucht dafür ein Gerät, das die Strahlen messen kann - eine Gammakamera. Nuklearmedizinische Untersuchungen bestehen deshalb immer aus zwei Teilen: zuerst wird die Radioaktivität appliziert, dann wird die Strahlung gemessen. Aus den Messdaten können dann Rückschlüsse über die Erkrankung gezogen werden. Im Zentrum für Nuklearmedizin in Lüdenscheid werden alle gängigen Untersuchungsverfahren, die auf dem Einsatz von radioaktiven Stoffen beruhen, durchgeführt.

Wir bemühen uns, auf dem jeweils aktuellsten Stand der Forschung und Wissenschaft zu bleiben. Es werden alle Methoden angewandt, die wissenschaftlich überprüft und für die Routineanwendung verfügbar sind.