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25.09.2018, Lüdenscheid

2. Beckenbodentag am Klinikum Lüdenscheid


Was hat eigentlich der Beckenboden mit einer Inkontinenz zu tun? Und welche Behandlungsmöglichkeiten stehen Betroffenen zur Verfügung? Diese und weitere Fragen standen am 19. September beim Beckenbodentag am Klinikum Lüdenscheid im Mittelpunkt. Das Experten-Team, bestehend aus Dr. Manfred Hilscher, Direktor der Frauenklinik am Klinikum Lüdenscheid, Rabea Boueke, Physiotherapeutin am Klinikum Lüdenscheid, Prof. Dr. Stefan Hautmann, Direktor der Klinik für Urologie am Klinikum Lüdenscheid und Dr. Sven Schröder, Oberarzt der Klinik für Allgemein,- Visceral- und spezielle Visceralchirurgie am Klinikum Lüdenscheid, informierte umfassend und nahm sich viel Zeit die Fragen der Besucher zu beantworten.

„Inkontinenz ist leider noch immer ein Tabuthema“, erklärte Physiotherapeutin Rabea Boueke, die für die Organisation des diesjährigen und nun schon insgesamt zweiten Beckenbodentags am Klinikum Lüdenscheid zuständig war. Dies sei besonders Schade, da eine geeignete Behandlung in vielen Fällen die Inkontinenz beseitigen oder zumindest bessern kann. Umso Größer war die Freude beim gesamten Referenten-Team, über das rege Interesse der Besucher, die sowohl zwischen den Vorträgen als auch in der gemeinsamen Kaffeepause viele Fragen an die Experten stellten.

Als erster Referent  stellte Dr. Manfred Hilscher Krankheitsbilder sowie mögliche Ursachen und Risiken von Erkrankungen der Beckenorgane, wie zum Beispiel Senkungsprobleme der Gebärmutter, in den Fokus seines Vortrages. Rabea Boueke klärte die Besucher über verschiedene Möglichkeiten der Physiotherapie bei Inkontinenzstörungen auf und zeigte abschließend eine praktische Übung zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur.

Mit der chirurgischen Entfernung der Harnblase sowie dem künstlich erstellen Harnblasenersatz setzte sich der Vortrag von Prof. Dr. Hautmann auseinander. Er erklärte wie man eine neue Blase, die sogenannte Neoblase, aus Darmgewebe konstruieren kann und betonte seinerseits die Bedeutung von Beckenbodentraining nach der Operation. Den Abschluss machte Dr. Sven Schröder mit seinem Vortrag zu Beckenfunktionsstörungen, die nicht die Blase, sondern Durchfallerkrankungen und Verstopfungen betreffen. Dabei sprach er auch über das Thema künstlicher Darmausgangs und erläuterte Vorteile für Betroffene.

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