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22.01.2026

Neue Akutstation schafft zusätzliche Behandlungsräume für Kinder und Jugendliche in psychischen Krisen

Zum 1. Januar 2026 nimmt die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie eine neue Akutstation mit sechs Betten in Betrieb. Mit den neugestalteten Räumlichkeiten und dem spezialisierten Konzept erweitert die Klinik ihr bestehendes Behandlungsangebot und schafft zusätzliche Möglichkeiten, noch gezielter auf die individuellen Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen in akuten psychischen Notlagen einzugehen.
Akute Kriseninterventionen für Kinder und Jugendliche wurden bereits in der Vergangenheit auf hohem fachlichem Niveau durchgeführt. Mit der neuen Station steht nun ein ergänzendes, klar strukturiertes Behandlungssetting zur Verfügung, das insbesondere für sehr belastende Krisensituationen ausgelegt ist und eine intensivere therapeutische Begleitung ermöglicht.

"Mit den neuen räumlichen und konzeptionellen Möglichkeiten schaffen wir einen geschützten Rahmen, der gezielt auf die besonderen Anforderungen akuter psychischer Krisen bei Kindern und Jugendlichen abgestimmt ist", erklärt Dr. Morsi Abdallah, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie. "Die sehr gute und konstruktive Zusammenarbeit mit der Stadt Lüdenscheid hat wesentlich dazu beigetragen, dieses Projekt gemeinsam erfolgreich umzusetzen."
Behandelt werden Kinder ab zehn Jahren sowie Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre aus dem Märkischen Kreis und dem Kreis Olpe. Die Klinik verfügt über eine langjährige und ausgewiesene Expertise in der Behandlung schwerer psychischer Erkrankungen, unter anderem bei Suizidalität im Kindes- und Jugendalter, selbstverletzendem Verhalten, schweren depressiven Störungen und psychotischen Erkrankungen. Die Versorgung erfolgt durch ein multiprofessionelles Team aus ärztlichem, psychotherapeutischem, pflegerischem und sozialpädagogischem Fachpersonal.

Ergänzend zur stationären Behandlung setzt die Klinik weiterhin auf etablierte, evidenzbasierte Therapieprogramme und ist national wie international gut vernetzt. Dazu zählen unter anderem das AdoASSIP-Programm zur Suizidprävention in Kooperation mit der Universitätsklinik Zürich sowie die dialektisch-behaviorale Therapie für Adoleszente (DBT-A) zur Behandlung von Emotionsregulationsstörungen und selbstverletzendem Verhalten.
Die neuen Räumlichkeiten umfassen vier Einzelzimmer, ein Doppelzimmer, einen Aufenthaltsraum, einen geschützten Außenbereich sowie spezielle Räume zur Deeskalation und Krisenbewältigung. In enger Zusammenarbeit mit der Michael-Ende-Schule ist zudem eine interne schulische Beschulung der Patientinnen und Patienten gewährleistet, um schulische Kontinuität während des stationären Aufenthalts sicherzustellen.
"Die neue Akutstation ergänzt unser breites und bewährtes Behandlungsangebot und ermöglicht es, noch individueller auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen in akuten psychischen Krisen einzugehen", betont Dr. Thorsten Kehe, Vorsitzender der Geschäftsführung der Märkische Kliniken. "Damit bauen wir die bestehenden Angebote konsequent weiter aus und stärken die Versorgung von jungen Menschen in der Region."

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Bild: Klinikum Lüdenscheid