Klinikum Lüdenscheid wird Mitglied der Initiative „Babyfreundliches Krankenhaus“ von WHO und UNICEF
Das Klinikum Lüdenscheid ist mit seiner Frauenklinik und der Perinatalstation der Kinderklinik der Initiative „Babyfreundliches Krankenhaus“ beigetreten. Die Initiative wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und UNICEF ins Leben gerufen und setzt sich weltweit für eine bestmögliche Betreuung von Schwangeren, Müttern und Neugeborenen sowie für die Förderung des Stillens ein.
Mit der Mitgliedschaft haben Frauenklinik und Perinatalstation einen strukturierten Entwicklungsprozess begonnen, der auf eine Zertifizierung als „Babyfreundliches Krankenhaus“ abzielt. Grundlage hierfür sind unter anderem die sogenannten „Zehn Schritte zum erfolgreichen Stillen“ sowie eine besonders familienorientierte Betreuung.
„Die Aufnahme in die Initiative ‚Babyfreundliches Krankenhaus‘ ist für unsere Frauenklinik ein wichtiger Schritt“, erklärt (Visiting) Prof. Dr. Hisham Ashour, Direktor der Frauenklinik am Klinikum Lüdenscheid. „Wir möchten werdende Mütter und ihre Familien in dieser besonderen Lebensphase umfassend unterstützen. Dazu gehört eine individuelle Betreuung während der Geburt ebenso wie eine qualifizierte Stillberatung und die Förderung einer frühen Eltern-Kind-Bindung.“
Auch aus Sicht der Kinderklinik ist die Initiative ein wichtiger Baustein für eine enge Verzahnung von Geburtshilfe und Kinderheilkunde. Die Perinatalstation am Klinikum Lüdenscheid wird von der Kinderklinik verantwortet. Die Wochenbettstation sowie die Neonatologie sind auf einer Station vereint, damit die Versorgung der Mütter sowie Früh- und Neugeborenen gemeinsam ohne räumliche Trennung erfolgen kann.
Dr. Stefan Bernitzki, Direktor der Kinderklinik, betont: „Gerade in den ersten Tagen und Wochen nach der Geburt ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Geburtshilfe und Kinderklinik entscheidend. Unser Ziel ist es, Familien vom ersten Moment an gemeinsam zu begleiten und ihnen Sicherheit im Umgang mit ihrem Neugeborenen zu geben.“
Mit der Mitgliedschaft in der Initiative verpflichten sich Frauenklinik und Perinatalstation, die B.E.St.-Kriterien (Bindung, Entwicklung, Stillen) schrittweise umzusetzen und ihre Strukturen sowie Abläufe entsprechend weiterzuentwickeln. Ziel ist es, perspektivisch die Zertifizierung als „Babyfreundliches Krankenhaus“ zu erreichen.
Das Qualitätssiegel „Babyfreundliches Krankenhaus“ wird nach erfolgreicher Prüfung vergeben und ist zeitlich befristet. In regelmäßigen Abständen erfolgt eine erneute Überprüfung der teilnehmenden Kliniken, um sicherzustellen, dass die anspruchsvollen Kriterien der Initiative dauerhaft erfüllt und die Strukturen sowie Abläufe kontinuierlich weiterentwickelt werden.
Für die Märkischen Kliniken ist die Mitgliedschaft ein weiterer Schritt, die familienorientierte Versorgung rund um Schwangerschaft und Geburt weiter auszubauen.
Dr. Thorsten Kehe, Vorsitzender der Geschäftsführung der Märkischen Kliniken, sagt: „Die Initiative ‚Babyfreundliches Krankenhaus‘ stellt das Wohl von Mutter und Kind sowie die Begleitung der Familien in den Mittelpunkt. Die Mitgliedschaft von Frauenklinik und Perinatalstation unterstreicht unser Ziel, Eltern in dieser besonderen Lebensphase verlässlich zu unterstützen.“
Die Initiative „Babyfreundliches Krankenhaus“ wurde 1991 von WHO und UNICEF gegründet. Krankenhäuser, die daran teilnehmen, verpflichten sich zu verbindlichen Kriterien rund um Geburt, Stillförderung und Eltern-Kind-Bindung. Ziel ist es, Familien einen guten Start ins gemeinsame Leben zu ermöglichen.
Weitere Informationen zur Initiative:




