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Der Tumor streut oder kommt zurück. Was nun?

Für viele Patient*innen eine schwer zu begreifende Situation: Neben der an und für sich schon schwierigen Diagnose an Darmkrebs oder Enddarmkrebs erkrankt zu sein, hat der Tumor bereits gestreut und hat sogenannte Metastasen (Tochtergeschwülste) in anderen Organen, wie zum Beispiel Leber oder Lunge, gebildet. 

Oder aber, die Operation, Bestrahlung und Chemotherapie sind überstanden und durchlitten, und dann stellt man im Rahmen einer Kontrolluntersuchung (Nachsorge) fest, dass der Tumor trotzdem gestreut hat, oder dass Jahre später ein Rückfall (= Rezidiv), also ein erneutes Tumorwachstum, nachgewiesen wurde. Hat die Behandlung jetzt noch Zweck oder soll die Behandlung nochmals von vorne beginnen oder ist sowieso alles verloren? 

Es ist nur zu gut verständlich, dass Patient*innen in einer solchen Situation verzweifelt sind. Nichts ist schlimmer als die enttäuschte Hoffnung auf Heilung. Neben persönlicher Zuwendung, psychischer Stabilisierung und sachlicher Information über bestehende Behandlungsmöglichkeiten ist nun eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit aller an der Behandlung beteiligten Fachkliniken erforderlich. 

Während noch vor 20 Jahren ein Darmkrebsrezidiv nicht oder nur selten operativ bekämpft werden konnte, ist dies heute möglich. Auch die Chirurgie von Lebermetastasen oder von Absiedlungen in der Lunge gehört heute standardmäßig zum Repertoire einer großen viszeralchirurgischen und thoraxchirurgischen Klinik. So auch in unserem Hause. Selbst eine Tumoraussaat im gesamten Bauchfell kann unter Umständen operativ sinnvoll angegangen werden.

Ebenso sind die Möglichkeiten der Chemotherapie und Bestrahlung deutlich differenzierter geworden. Verschiedene biologische Stadien des Tumorwachstums sind inzwischen angreifbar und viele neue Medikamente, die auf genetischer Ebene zur Tumorbekämpfung beitragen, sind heute bekannt.

Ziel unserer Veranstaltung soll es sein, Sie, liebe Patient*innen und Angehörige, zu informieren, welche neuen Entwicklungen operativ und medikamentös zur Behandlung von Tumoren, die gestreut haben oder wieder aufgetreten sind, uns zur Verfügung stehen, damit man gegebenenfalls ruhiger und positiv gestimmter mit der Situation umgehen kann. 

Wir bitten um vorherige Anmeldung Ihrer Teilnahme im Sekretariat der Chirurgie 1 bei Frau Birgit Lenke unter der Telefonnummer 02351 46-3061.

  • Datum: 18.02.2023
  • Uhrzeit: 10 - 12 Uhr
  • Ort: Seminarzentrum (Haus 7)