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04.01.2021, Lüdenscheid

Zentrum für Multiple Sklerose am Klinikum Lüdenscheid erfolgreich rezertifiziert

Bereits 2008 hat der Bundesverband der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) die Klinik für Neurologie am Klinikum Lüdenscheid als "MS-Schwerpunktzentrum" ausgezeichnet. Erst ein Jahr zuvor, 2007, wurde das heute überregional bekannte Zentrum für Multiple Sklerose (MS) durch Dr. Sebastian Schimrigk, damaliger Direktor der Klinik für Neurologie, und Ina Selka, MS-Schwester, aufgebaut. Seitdem - und zuletzt vor wenigen Wochen - wurde das MS-Zentrum kontinuierlich erfolgreich rezertifiziert. Sehr zur Freude von Andreas Israel, kommissarischer Klinikdirektor der Neurologie, der heute gemeinsam mit Ina Selka das Zentrum leitet. Denn damit ist ein hoher Qualitätsstandard in der Versorgung von MS-erkrankten Patienten gewährleistet.

Die Multiple Sklerose ist die häufigste chronisch entzündliche und nicht heilbare Erkrankung des zentralen Nervensystems, die insbesondere bei jungen Erwachsenen im Alter von 20 und 40 Jahren auftritt. In Deutschland erkranken jährlich etwa 120.000 Patienten an MS. Bei den Betroffenen entzünden sich Nervenstrukturen, was unterschiedliche Beschwerden, wie etwa Seh- und Gefühlsstörungen, Schmerzen oder Lähmungen, auslöst. Aber nicht nur körperliche Beschwerden, sondern auch das seelische Befinden spielen eine wichtige Rolle in Bezug auf die Lebensqualität des Patienten. "Umso wichtiger ist es, dass MS-Patienten ein kompetentes Team an ihrer Seite haben und eine bestmögliche medizinische Versorgung bekommen", sagt Andreas Israel. "Wir freuen über die Rezertifizierung, denn unser erklärtes Ziel ist es, die Qualitätsstandards für die adäquate Versorgung der Betroffenen kontinuierlich weiterzuentwickeln."

Das MS-Zentrum der Neurologie am Klinikum Lüdenscheid führt jeweils angepasst an Krankheitsverlauf und Erkrankungsschwere des einzelnen Patienten, sämtliche moderne MS-Therapien durch. Neben der stationären Akut- und Elektivversorgung bietet die MS-Ambulanz sowie die Infusionsambulanz der Neurologie ein Forum, in dem mögliche symptomatische Therapien besprochen, neue Therapieverfahren erläutert und längerfristige Therapiekonzepte gemeinsam mit dem Patienten erarbeitet und durchgeführt werden können. "Bei Multipler Sklerose ist es sehr wichtig so früh wie möglich mit einer Behandlung zu starten. Daher ist die rechtzeitige Diagnosestellung und vor allem eine frühe und effektive Behandlung ganz entscheidender Bedeutung", erläutert Ina Selka, die gemeinsam mit Andreas Israel als MS-Schwester das Zentrum leitet. Ein weiterer wesentlicher Baustein für die gute medizinische Versorgung der Patienten im Märkischen Kreis und darüber hinaus ist deshalb auch die enge Verzahnung mit den niedergelassenen Kollegen sowie die gemeinsame Expertise auf dem Gebiet der Multiplen Sklerose.

"Wir freuen uns sehr, dass die Klinik in diesem Jahr wieder mit Erfolg rezertifiziert wurde und danken ganz herzlich allen Beteiligten", erklärt Dr. Thorsten Kehe, Vorsitzender der Geschäftsführung der Märkischen Kliniken.

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