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05.10.2020, Lüdenscheid

"Nach Lüdenscheid zu kommen, war die richtige Entscheidung!"

Den Schraubverschluss einer Flasche öffnen, Gegenstände greifen oder eine Tür aufschließen - Für Isolde Vinci waren diese alltäglichen Bewegungen durch starke Schmerzen in ihren Händen lange Zeit eine Qual. Der Grund: Arthrose am Daumensattelgelenk, auch Rhizarthrose genannt. Seit einer Operation, die im Juni dieses Jahres in der Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie/Handchirurgie erfolgreich durchgeführt wurde, ist sie schmerzfrei. Darüber freut sich auch Klinikdirektor Priv.-Doz. Dr. Max Meyer-Marcotty, der Frau Vinci damit bereits zum zweiten Mal operierte. Mit der erfolgreichen Behandlung geht die jahrelange Leidensgeschichte seiner Patientin glücklich zu Ende.

Bereits im Jahr 2015 war die Rhizarthrose bei Isolde Vinci so weit fortgeschritten, dass sie sich am Klinikum Stadt Soest an ihrer linken Hand operieren ließ. Ihr damaliger Operateur war Dr. Max Meyer-Marcotty, der bis zu seinem Dienstantritt im Klinikum Lüdenscheid Anfang April 2019, am Klinikum Stadt Soest als Chefarzt der Klinik für Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie tätig war. "Diese OP ist gut verlaufen und ich hatte danach keinerlei Beschwerden mehr", erzählt die 58-Jährige.

"Ich bin Dr. Meyer-Marcotty nachgereist"

Doch nur wenige Jahre später befiel die Arthrose auch das Daumen-Sattel-Gelenk ihrer anderen Hand. "Das waren unfassbare Schmerzen bei jeder noch so kleinen Bewegung", erinnert sich die Arnsbergerin. Nachdem alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft waren und die Beschwerden dennoch nicht zurückgingen, entschloss sie sich, auch ihre rechte Hand in Soest operieren zu lassen. "Herr Dr. Meyer-Marcotty arbeitete zu diesem Zeitpunkt nicht mehr in Soest, aber da ich aus Arnsberg komme, liegt Soest verkehrstechnisch einfach günstiger für mich. So wurde mir dort Ende 2019 ein künstliches Sattelgelenk in meine rechte Hand eingesetzt." Doch trotz dieser Operation, litt Isolde Vinci immer noch unter starken Schmerzen, die sie in ihrem alltäglichen Leben stark eingeschränkten. "Dr. Meyer-Marcotty hat mich schon damals in Soest überzeugt. Ich dachte mir, wenn es einer richten kann, dann er. Also bin ich ihm nachgereist", lacht sie.  

"Eigentlich sollte eine Endoprothese, d.h. das künstliche Daumensattelgelenk, in relativ kurzer Zeit zur Besserung der Beschwerden führen. Aber als Frau Vinci zu mir kam, klagte sie über massive Schmerzen und wies eine deutliche Störung der Handfunktion auf", erklärt Dr. Meyer-Marcotty, der sich u.a. auf den Bereich der Handchirurgie spezialisiert hat. Da der prothetische Gelenkersatz keine Besserung brachte, entschied der Chirurg ihn in einer weiteren OP zu entfernen. "Stattdessen setzte ich einen Spacer aus Milchsäuresträngen ein, der mit der Zeit vom Körper in Bindegewebe umgewandelt wird." Die etwa einstündige Operation verlief ohne Komplikationen.

"Heute geht es mir viel besser", freut sich Isolde Vinci. "Nach Lüdenscheid zu kommen, war die richtige Entscheidung! Trotz der erschwerten Umstände aufgrund der Corona-Pandemie, habe ich mich immer sehr wohl in Lüdenscheid gefühlt", sagt sie, als sie an diesem Tag die Ambulanz der Plastischen Chirurgie im Klinikum Lüdenscheid verlässt. Es war ihre letzte Kontrolluntersuchung. "Es ist ein gutes Gefühl, nach so langer Zeit kaum noch Schmerzen in der Hand zu haben."

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