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23.07.2020, Lüdenscheid

Moderne Therapieansätze beim Lipödem und Lymphödem

Voluminöse Arme oder Beine, schlanke Körpermitte: Hinter den Begriffen "Lipödem" oder "Lymphödem" verbirgt sich weit mehr als nur ein ästhetisches Problem. Denn beide Erkrankungen sind chronisch und verursachen bei Betroffenen starke Schwellungen der betroffenen Körperregionen, die ab einem gewissen Stadium die alltägliche Beweglichkeit massiv einschränken und sogar starke Schmerzen verursachen können. Um umfassend über die Erkrankungen zu informieren und moderne Therapiemöglichkeiten vorzustellen, lädt Priv.-Doz. Dr. Max Meyer-Marcotty, Direktor der Klinik für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie / Handchirurgie am Klinikum Lüdenscheid, gemeinsam mit der Lipödem-Selbsthilfegruppe Dortmund ganz herzlich alle Interessierten, Betroffene oder Angehörige am 31. Juli 2020 um 18:00 Uhr zu einem Online-Vortrag über Zoom ein.

Sowohl beim Lipödem als auch beim Lymphödem handelt es sich um eine Flüssigkeitsansammlung im Gewebe, die fast ausschließlich bei Frauen auftritt. Auch wenn sich die Begriffe ähneln, so sei eine Abgrenzung der Krankheitsbilder wichtig, weiß PD. Dr. Meyer-Marcotty. "Während es sich bei einem Lipödem um eine Fettverteilungsstörung in Armen und Beinen handelt, deren Ursachen noch nicht bekannt sind, entsteht ein Lymphödem durch eingelagerte Gewebeflüssigkeit, die nicht mehr ausreichend über die Lymphbahnen abtransportiert werden kann", erklärt der Experte. Beide Krankheiten begleiten Betroffene ihr ganzes Leben und können ihre Lebensqualität stark einschränken. "Je früher eine geeignete Behandlung begonnen wird, umso besser sind die Chancen, das Fortschreiten zu verhindern, die Symptome zu lindern und sogar den Zustand zu verbessern."

Wenn aber eine konservative Behandlung beim Lipödem keine länger anhaltende Besserung bringt, kann ein chirurgischer Eingriff in Form einer Fettabsaugung helfen. Was viele Betroffene noch nicht wissen: "Ab Januar diesen Jahres werden die Operationskosten für Fettabsaugungen bei Lipödem Stadium 3 übernommen", informiert Dr. Meyer-Marcotty. Beim Lymphödem gilt die sogenannte Komplexe Physikalische Entstauungstherapie (KPE) als wirksame Behandlung. "Der große Nachteil ist, dass diese Behandlung immer nur kurzzeitig wirkt und Patienten wöchentlich zur manuellen Lymphdrainage und weiteren Behandlungen kommen müssen. Eine langfristige Lösung können mikrochirurgische Eingriffe sein, bei denen die Lymphgefäße mit Venen verbunden werden, um die Lymphflüssigkeit in diese abzuleiten." In dem Online-Vortrag wird Dr. Meyer-Marcotty unter anderem auf diese chirurgischen Eingriffe eingehen und für Fragen der Teilnehmer zur Verfügung stehen.

Um an dem virtuellen Vortrag teilnehmen zu können, benötigen Interessierte die ZOOM-App, eine Software für internetbasierte Videokonferenzen. Diese ist sowohl für IOS oder Android  kostenfrei herunter zu laden und sehr einfach in der Handhabung. Um die Zugangsdaten zu erhalten, wird zudem die Email-Adresse benötigt. Dafür können sich Interessierte unter 02351-463129 oder per Mail an plastische-chirurgie@klinikum-luedenscheid.REMOVE-THIS.de melden. Mit den Zugangsdaten für die Online-Veranstaltung können Teilnehmer sich dann wahlweise mit oder ohne Video oder auch nur über Telefon zuschalten. Natürlich werden die uns übermittelten Email-Adressen nicht weitergeleitet oder zu anderen Zwecken verwendet.

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