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16.03.2020, Lüdenscheid

Coronavirus: Märkische Kliniken schränken Besuchsmöglichkeiten weiter ein

Patienten und Mitarbeiter sollen vor einer Infektion mit dem Coronavirus geschützt werden. Daher schränken die Märkischen Kliniken die Besuchsmöglichkeiten für Angehörige weiter ein. Besucher werden gebeten, nur in dringenden Fällen die Krankenhäuser aufzusuchen.

Zutrittsbeschränkungen für Besucher und Angehörige - dies hat der berufsgruppenübergreifende Krisenstab der Märkischen Kliniken heute entschieden. Es gibt Ausnahmen in Einzelfällen, über die die Stationsärzte in Abstimmung mit dem Pflegepersonal entscheiden. Ziel ist es, die Infektionsgefahr von außen möglichst gering zu halten und Patienten und Mitarbeiter zu schützen. Damit folgen die Märkischen Kliniken den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) und des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen. Angesichts der sich immer weiter ausbreitenden Pandemie muss jede Ansteckungsgefahr möglichst vermieden werden. Denn vor allem ältere und schwerkranke Menschen mit einem geschwächten Immunsystem sind sehr anfällig für einen schweren Krankheitsverlauf von Covid-19. Zudem hat die Aufrechterhaltung der medizinischen Versorgung im Märkischen Kreis höchste Priorität, so Dr. Thorsten Kehe, Vorsitzender der Geschäftsführung.

Die Zeit zwischen einer Ansteckung und dem Beginn von Symptomen beträgt zwischen zwei und 14 Tagen. Auch Besucher, die sich gesund fühlen, könnten also möglicherweise das Virus ins Krankenhaus tragen. Daher wird grundsätzlich das Einschränken von sozialen Kontakten auf das Nötigste sowie eine gründliche Händehygiene empfohlen, um eine weitere Verbreitung des Virus zu verhindern. Auch das Treffen von Patienten vor den Krankenhausgebäuden sowie Körperkontakt, zum Beispiel Händeschütteln, ist nicht empfehlenswert und dringend zu vermeiden. Alle Patienten und Besucher werden daher um aktive Mithilfe gebeten, um sich selbst und ihre Mitmenschen zu schützen.

Patienten, die zu einer terminierten Sprechstunde, Behandlung oder als Notfall kommen, sind von den Zutrittsbeschränkungen nicht betroffen. Patienten- und Informationsveranstaltungen sind jedoch den Expertenempfehlungen folgend bis auf weiteres abgesagt.

Die Märkischen Kliniken bereiten sich außerdem bereits seit einigen Tagen darauf vor, zusätzliche Kapazitäten für die Versorgung von schwer verlaufenden Covid-19 Erkrankungen zu schaffen. Dies kann dazu führen, dass Eingriffe und Maßnahmen an Patienten, die aus medizinischer Sicht zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt werden können, eventuell auch kurzfristig verschoben werden müssen. Die Patienten werden in diesen Fällen jedoch von den Mitarbeitern der Märkischen Kliniken informiert. Die Geschäftsführung der Märkischen Kliniken bittet um Verständnis für diese Entscheidung. Maßnahmen, die keinen größeren Aufschub erlauben, werden aber weiterhin vorgenommen.


Für Fragen rund um die Viruserkrankung haben die Märkischen Kliniken einen Fragenkatalog auf der Unternehmenshomepage veröffentlicht, der neben weiteren Links zu Behörden und Instituten unter www.maerkische-kliniken.de abrufbar ist. 

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