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11.09.2019, Lüdenscheid

Märkische Kliniken gründen Schule für Medizinisch-technische Radiologieassistenten

Egal ob beim Röntgen, bei der Computertomografie (CT), der Magnetresonanztomografie (MRT) oder in der Nuklearmedizin - überall, wo in der Medizin mit Strahlung gearbeitet wird, werden Medizinisch-technische Radiologieassistenten, kurz MTRA, benötigt. Doch vor allem im ländlichen Bereich können zurzeit bis zu 40 Prozent der Vollzeitstellen nicht ausreichend besetzt werden. Um daher aktiv gegen den Fachkräftemangel im Gesundheitswesen vorzugehen und auf die eigene Nachwuchsgewinnung im Märkischen Kreis und Hochsauerlandkreis zu setzen, gründen die Märkischen Kliniken nun ihre eigene MTRA-Schule.

"Mit der MTRA-Schule etablieren wir in unserer Region die erste Ausbildungsstätte für den anspruchsvollen und vielseitigen Beruf des Medizinisch-technischen Radiologieassistenten", erklärt Dr. Thorsten Kehe, Vorsitzender der Geschäftsführung der Märkischen Kliniken. Starten soll das Angebot voraussichtlich ab August 2020. Voraussetzung für die 3-jährige Ausbildung, die aus einem schulischen Ausbildungsteil in Lüdenscheid und einem praktischen Ausbildungsteil am Klinikum Lüdenscheid oder bei einem der Kooperationspartner der Märkischen Kliniken besteht, ist mindestens ein guter Realschulabschluss - besonders in den naturwissenschaftlichen Fächern - sowie die Vollendung des 18. Lebensjahres im Aufnahmejahr und eine entsprechende Motivation für den Beruf.

"Medizinisch-technische Radiologieassistenten arbeiten an der Schnittstelle zwischen Technik, Arzt und Patient und sind vor allem für eines verantwortlich: die richtige Diagnose", erklärt Tina Hartmann, Leiterin der MTRA-Schule der Märkischen Kliniken. Ausgebildete Fachkräfte haben dabei ein vielfältiges Aufgabengebiet: Sie erstellen Röntgenaufnahmen, bedienen Computer- und Kernspintomografen oder führen Strahlentherapien bei Krebspatienten durch. "Der Arbeitsalltag ist geprägt vom Umgang mit modernsten medizinischen Geräten und gleichzeitig der engen Betreuung von Patientinnen und Patienten bei Untersuchungen und Therapien", erklärt Hartmann weiter.

Seit Anfang August 2019 bietet die MTRA-Schule der Märkischen Kliniken bereits Anpassungslehrgänge für ausländische MTRA an. Diese richten sich an Personen, die im Ausland schon eine Ausbildung in der Radiologie absolviert haben und nun zur Anerkennung der Ausbildung in Deutschland noch zusätzliche Inhalte aus den Bereichen Strahlentherapie, Nuklearmedizin oder Strahlenschutz, nachholen müssen. Aktuell befinden sich 30 Personen im Lehrgang und absolvieren ihre individuell festgelegten Lehrgangsmodule. Die Theoriemodule finden an den Wochenenden statt. An den anderen Tagen absolvieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verschiedene Praktika, um schnell in alle Aspekte des Berufes eingearbeitet zu werden und nebenbei ihre sprachlichen Fähigkeiten zu verbessern.

Nach Abschluss des Lehrganges, der je nach Vorgaben der Behörde zwischen drei und zwölf Monaten dauert, erhalten alle Teilnehmer die Berufserlaubnis und sind bereits in den Arbeitsmarkt integriert. Ein Einstieg ist jederzeit möglich, sobald ein Gleichwertigkeitsbescheid der zuständigen Behörde sowie eine Kostenübernahmeerklärung des Jobcenters oder eines Arbeitgebers vorliegen.

Nähere Informationen zum Lehrgang und der MTRA-Schule erhalten Sie bei Frau Tina Hartmann unter tina.hartmann@maerkische-kliniken.de.


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