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09.11.2018, Lüdenscheid

Wenn die Füße nicht mehr schmerzlos traen

Die Füße als Fundament unseres Körpers werden von früh bis spät beansprucht und  belastet. Trotzdem messen ihnen viele Menschen wenig Bedeutung zu. Das rächt sich spätestens, wenn die Füße schmerzen. Um Krankheitsbilder, die Füße betreffen, ging es am Dienstagabend in einem Vortrag der Reihe "Dienstags in den Märkischen Kliniken". Dr. Michael Klein, Direktor der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Klinikum Lüdenscheid nahm sich an diesem Abend Zeit, um den Besuchern Informationen über Symptome, Diagnostik und Behandlung zu geben und viele Fragen zu beantworten.

Für Staunen sorgte Dr. Klein, als er erklärte, dass der Fuß aus einem Komplex aus über 50 Bändern, 26 Knochen und 33 Gelenken, umgeben von einem Netz aus Muskeln und Nerven besteht. Und da wir Menschen unser Gewicht anders als die Vierfüßler nur auf zwei Stützen verteilen können, kann es hier schnell zu einer Überbelastung oder anderen Krankheiten kommen. Schmerzen im Fuß entstehen beispielsweise durch Entzündungen an Knochen, Schleimbeuteln oder Sehnen, Arthrose, Brüche am Sprung- und Fußgelenk. Fußschmerzen können aber auch durch angeborene Fehlstellungen wie dem Knick-, Senk- oder Spreiz-Fuß entstehen. Außerdem können Nervenschädigungen für die Fußschmerzen verantwortlich sein

"Für Diabetiker ist eine richtige Fußpflege besonders wichtig. Denn sie leiden häufig an einer verringerten Empfindsamkeit in den Füßen, eine Neuropathie", appellierte Dr. Klein an die Diabetiker, ein besonderes Augenmerk, bestenfalls durch einen Podologen, auf die Füße zu richten. Neuropathie könne dazu führen, dass Druck und Reibungen und sogar Verletzungen an den Füßen, die von schlecht passenden Schuhen verursacht sind, nicht empfunden werden - hier kann ein Orthopädietechniker helfen. "High Heels sind Gift für die Füße", diese Anmerkung ging eindeutig in Richtung der Damen, die offenbar nicht ohne Grund häufiger von Fußschmerzen betroffen seien als die Herren.

Auch ein Hallux Valgus kann zu Schmerzen beim Gehen führen. Lassen sich diese nicht durch konservative Methoden vertreiben, sei eine Operation empfehlenswert, erklärte Dr. Klein.
Ist die Erkrankung des Fußes weit fortgeschritten oder stark ausgeprägt, sei eine Operation oft das letzte Mittel, so der Experte. Die Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie am Klinikum Lüdenscheid ist auf die Behandlung verschiedenster Fußgelenkserkrankungen spezialisiert. Erster Ansprechpartner sei aber stets der Hausarzt und bei Bedarf der niedergelassene Orthopäde.

Zum Abschluss traten die Gäste in einen regen Austausch mit dem Klinikdirektor und konnten so alle Fragen rund um ihre eigenen Füße loswerden.

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