Zu den Inhalten springen
04.10.2018, Lüdenscheid

Hochauflösende Bilder vom Herz

Für Menschen, bei denen eine Untersuchung vor allem eine Erkrankung der Herzkranzarterien oder der Herzklappen ausschließen soll, gibt es eine Alternative zur Herzkatheter-Untersuchung: eine Computertomographie. Dabei wird das Herz unter Gabe eines Kontrastmittels mit Röntgenstrahlen durchleuchtet - moderne Geräte liefern dann hochauflösende dreidimensionale Bilder des Organs und ermöglichen es den Radiologen, den Zustand der koronaren Blutgefäße zu beurteilen. Über die "Herzdiagnostik ohne Katheter", die am Klinikum Lüdenscheid dank hoch spezialisierter Mediziner und modernster Geräte möglich ist, informierte Prof. Dr. Heiko Alfke, Direktor der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, am vergangenen Dienstag im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Dienstags in den Märkischen Kliniken.

Auch eine Diagnose per Magnetresonanztomografie (MRT), auch Kernspintomografie genannt, kann eine Alternative zu einer Herzkatheter-Untersuchung sein. Mit dem MRT ist es möglich, direkt die Funktion und die Durchblutung des Herzmuskels abzubilden. Dies kann in Ruhe und unter medikamentöser Belastung erfolgen, wodurch beispielsweise eine koronare Herzerkrankung nachgewiesen oder ausgeschlossen werden kann. Herzklappen, Herzmuskulatur und Herzdurchblutung lassen sich so in einer einzigen Untersuchung beurteilen. Auch können Vernarbungen des Herzmuskels mit dem MRT sichtbar gemacht werden, wodurch man abgelaufene Herzinfarkte oder Herzmuskelentzündungen nachweist. Leider gehört die Untersuchung noch nicht im vollen Umfang zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen und bleibt deshalb bestimmten Fragestellungen vorbehalten.

Welcher Patient mit welcher Technik untersucht werden kann, entscheiden die Experten für bildgebende Diagnostik gemeinsam mit den Herzspezialisten (Kardiologen) nach einer sorgfältigen Untersuchung des Patienten und anhand der vorhandenen Risikofaktoren. Eine enge Zusammenarbeit ist hier unverzichtbar und am Klinikum Lüdenscheid eine Selbstverständlichkeit.

Am Ende des Vortrags nahm sich Prof. Alfke Zeit, die Fragen der Zuhörer zu beantworten.

Kategorien: