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13.04.2018, Lüdenscheid

Aktuelles rund um Morbus Parkinson

Um die Krankheit mit dem „Zittern“ drehte es sich am vergangenen Samstag im Kulturhaus Lüdenscheid. Dort stand wieder alles im Zeichen der zweithäufigsten Erkrankung des zentralen Nervensystems – das Morbus Parkinson.

Rund 220.000 Patienten leiden allein in Deutschland unter Morbus Parkinson. Für erfahrene Neurologen Grund genug, um Betroffenen, Angehörigen und allen Interessierten wertvolle Informationen und Ratschläge an die Hand zu geben. Und diese Gelegenheit ließen sich nicht viele entgehen: circa 90 Besucherinnen und Besucher folgten der Einladung von Dr. Sebastian Schimrigk, Direktor der Klinik für Neurologie am Klinikum Lüdenscheid, und Dr. Armin Kabat von der Parkinsonselbsthilfegruppe in Lüdenscheid und fanden den Weg am Samstagvormittag in das Kulturhaus Lüdenscheid.

Ein vielseitiges Vortragsprogramm versorgte die interessierten Zuhörer mit reichlichen Informationen. So referierte Prof. Dr. Dirk Woitalla, Chefarzt der Neurologie am St. Josef-Krankenhaus Kupferdreh in Essen, zu möglichen Ursachen des Morbus Parkinson und machte dabei auch auf die mögliche Beeinflussung der Erkrankungsentstehung durch das Mikrobiom, also die bakterielle Besiedlung des Magen-Darm-Trakts, aufmerksam. Einen ebenso spannenden Einblick in aktuelle Behandlungsansätze gab Dr. Sebastian Schimrigk,  der nachfolgend über mögliche Behandlungsoptionen und spezifische Probleme der Langzeittherapie referierte. Auch die speziellen Therapien der Apomorphin- und Dopapumpen bis hin zur Tiefenhirnstimulation, mittels Elektroden und Schrittmachern, brachte Dr. Schimrigk seinem interessierten Publikum mit Hilfe audiovisueller Darstellungen verständlich nahe.

Im Anschluss an die Vorträge ergriffen die Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, um Fragen an die Experten loszuwerden. Auch das Angebot sich an Infoständen zu informieren und mit Anschauungsmaterial einzudecken, nutzen die Besucher rege.

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