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13.04.2018, Werdohl

Das künstliche Hüftgelenk - zurück in ein aktives Leben

Schmerzen in der Hüfte – ein Problem, das vor allem viele ältere Patienten kennen. Wenn der Bewegungsschmerz unerträglich wird oder es sogar zum vollständigen Verlust der Mobilität kommt, ist ein künstlicher Gelenkersatz oft unumgänglich. Dr. Norbert Pittlik, Direktor der Klinik für Chirurgie an der Stadtklinik Werdohl, stellte am vergangenen Dienstag, im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Dienstags in den Märkischen Kliniken“, seinem Publikum Wissenswertes rund um das Thema „künstlicher Hüftgelenkersatz“ vor.

Zu Beginn der Veranstaltung klärte Dr. Pittlik über mögliche Gründe für den Verschleiß des Hüftgelenks auf. So erläuterte der Experte, dass neben dem  alters- oder überlastungsbedingten Gelenksverschleiß auch häufig angeborene Fehlstellungen, Hüftkopfnekrosen oder Oberschenkelhalsbrüche früher oder später einen künstlichen Hüftgelenkersatz für Patienten erforderlich machen.

Anhand von Fotos und Röntgenaufnahmen zeigte Dr. Pittlik außerdem anschaulich, welche Operationstechniken er in Werdohl anwendet und welche verschiedenen Prothesentypen bei einem künstlichen Hüftgelenk generell in Frage kommen. Besonders die Bilder aus dem Operationssaal ließen die Veranstaltungsbesucher staunen. So erinnerten die zahlreichen chirurgischen Instrumenten unwillkürlich an das Sortiment eines gut sortierten Baumarkts. Scherzhaft bemerkte Dr. Pittlik dazu: „Wir sind hier nicht bei OBI, sondern bei uns in Werdohl im OP.“ Wieder ernster wurde es, als der fachkundige Referent verschiedenen Komplikationen bei Hüftprothesen aufzeigte. So kann sich beispielsweise das künstliche Hüftgelenk durch Fehlbelastung lockern oder durch einen Sturz beschädigt werden. Auch Übergewicht stellt einen negativen Faktor dar, der zu Materialversagen der Prothese führen kann.

Am Ende der Veranstaltung wies Dr. Pittlik nochmal nachdrücklich darauf hin, wie wichtig Krankengymnastik nach einer Gelenkersatz-Operation ist. Durch gezielte Übungen können Patienten ihren Muskelaufbau stärken und ihre Koordination trainieren, um wieder schnellstmöglich in ein aktives Leben zurückzukehren.

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