Zu den Inhalten springen
28.12.2021, Lüdenscheid

Chest Pain Unit im Klinikum Lüdenscheid erfolgreich rezertifiziert

Wenn jede Minute zählt: Plötzlich auftretende Schmerzen in der Brust können tiefgreifende medizinische Ursachen haben, die möglichst rasch abgeklärt und behandelt werden müssen. Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V. hat das Brustschmerz-Zentrum, auch Chest Pain Unit (CPU) genannt, des Klinikums Lüdenscheid kürzlich rezertifiziert. Damit sind durch organisatorische und medizintechnische Voraussetzungen alle Kriterien einer optimalen und schnellen Versorgung der Patienten mit unklaren Brustschmerzen erfüllt - und zwar rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr.

"Wer unklare Brustschmerzen verspürt, sollte unbedingt sofort reagieren und entweder den Notruf 112 verständigen oder sich schnellstmöglich in die Klinik bringen lassen. In unserer CPU können wir mit einem spezialisierten Team für Herz-Kreislauf-Erkrankungen schnell und rund um die Uhr feststellen, ob es sich um einen Herzinfarkt, eine Lungenembolie oder eine andere lebensbedrohliche Erkrankung handelt oder ob die Schmerzen harmlos sind. Die Ursache für Brustschmerzen sollte immer abgeklärt werden", rät Prof. Dr. Markus Zarse, Direktor der Klinik für Kardiologie am Klinikum Lüdenscheid.

"Patienten mit unklaren Brustschmerzen, Rhythmusstörungen oder akuter Atemnot werden unmittelbar nach Vorstellung in unserer Zentralen Notaufnahme in entsprechend ausgestatteten Untersuchungsräumen unserer CPU untersucht. Anhand serieller EKG und Laborkontrollen sowie der Echokardiographie kann ein akuter Herzinfarkt oder andere Ursachen der Brustschmerzen rasch diagnostiziert werden", erklärt Markus Bald, ärztlicher Leiter der Zentralen Notaufnahme.

CPU im Klinikum Lüdenscheid - Höchster Behandlungsstandard

Die Diagnose- und Behandlungsabläufe in der Versorgungsstruktur einer Chest Pain Unit sind so standardisiert, dass Brustschmerz-Patienten eine rasche und präzise Diagnose erhalten, um gegebenenfalls sofort mit der geeigneten Therapie beginnen zu können. Ausgestattet ist die CPU mit modernster Diagnosetechnik, wie etwa mit Geräten zur Kreislaufüberwachung oder Ultraschallvorrichtungen, mit denen die Herzfunktion dargestellt wird. Die speziell auf die Erfordernisse und Bedürfnisse der Brustschmerz-Patienten geschulten Pflegefachkräfte überwachen die Vitalwerte der Patienten so lange lückenlos, bis eine klare Diagnose gestellt werden kann.

"Für die Zertifizierung einer Chest Pain Unit durch die Fachgesellschaft werden anspruchsvolle Voraussetzungen, wie beispielsweise gleichbleibend schnelle Reaktions-, Behandlungs- und Verlegungszeiten oder eine Vielzahl von vorgeschriebenen Fortbildungen abgeprüft. Die 24-Stunden-Bereitschaft, speziell ausgebildete Ärzte und Pflegekräfte und ein eigenes Dienstplansystem gehören ebenfalls zu den Anforderungen", erklärt Jasmin Plonka, stellvertretende Leiterin der Abteilung Qualitätsmanagement, die die Rezertifizierung maßgeblich begleitet und unterstützt hat. Prof. Dr. Zarse sieht die Anstrengungen der Klinik bestätigt: "Wir sind dafür ausgerüstet und ausgebildet, um unsere Patienten so schnell wie möglich und nach modernsten Standards zu behandeln. Gerade bei ernsthaften und akuten Herzerkrankungen führen die standardisierten Verfahren der zertifizierten Chest Pain Unit zu einer nachweislich verbesserten Prognose, also einer deutlich besseren Lebenserwartung für den Patienten."

"Die erfolgreiche Rezertifizierung als Chest Pain Unit ist für unsere Patienten eine enorm wichtige Orientierungshilfe und garantiert ihnen, dass sie nach neuesten Standards und von ausgewiesenen Experten behandelt werden. Es ist ein wichtiges Qualitätssiegel für unsere Arbeit", erläutert Dr. Thorsten Kehe, Vorsitzender der Geschäftsführung der Märkischen Kliniken, und gratuliert dem Kardiologie-Team zur erfolgreichen Rezertifizierung.

Kategorien: