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31.03.2021, Lüdenscheid

Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie feiert Jubiläum: 25 Jahre Hilfe für Seele und Körper im Märkischen Kreis

Ängste, funktionelle Körperbeschwerden, Depressionen: Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit sind in unserer Gesellschaft weit verbreitet und reichen von leichten Einschränkungen des seelischen Wohlbefindens bis hin zu schweren psychosomatischen Störungen. Gemeinsam mit seinem Team entwickelt Dr. Gerhard Hildenbrand, Klinikdirektor für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie an den Märkischen Kliniken, individuelle Therapiemaßnahmen und effektive Behandlungsstrategien. Am 1.April blickt die Klinik auf ein 25-jähriges Jubiläum zurück.

Dr. Thorsten Kehe, Vorsitzender der Geschäftsführung der Märkische Kliniken GmbH, gratulierte Dr. Hildenbrand und seinem Team zu "sehr erfolgreichen 25 Jahren. Diese Klinik hat Vorbildcharakter und ist für die Gesundheitsversorgung im Märkischen Kreis nicht mehr wegzudenken."
 
Dr. Gerhard Hildenbrand freute sich über die Glückwünsche und berichtete aus seiner langen Erfahrung: "Vielen Betroffenen kann gut geholfen werden, wenn die Hilfe früh einsetzt und durch eine wohnortnahe Behandlung ein Gesamtbehandlungsplan entwickelt werden kann, der sich von der ambulanten Vordiagnostik über die Klinikbehandlung bis zur ambulanten Weiterbehandlung erstreckt." Daher, ergänzt der Mediziner, sei es wichtig, dass den Menschen im Märkischen Kreis eine solche Klinik, die einzige dieser Art im Kreis, zur Verfügung steht.

Psychosomatisch kranken Menschen mit verschiedensten Therapien schnell, umfassend und vor allem ganz in der Nähe ihres Wohnortes helfen können - das war nicht immer so. Vor dem 1. April 1996 - also vor 25 Jahren - mussten Patienten schon eine wohnortferne Fachklinik aufsuchen oder sich in organmedizinischen Abteilungen mit kaum spürbarem Erfolg weiterbehandeln lassen. Psychiatrische Kliniken waren auf diese Patienten nicht gut eingerichtet und haben auch heute andere Behandlungsschwerpunkte.

Betroffene dort abzuholen, wo sie sich zu Beginn ihrer Erkrankung befanden, erinnert sich der Klinikchef an die Anfänge, war das Ziel einer vorausschauenden Gesundheitspolitik in den 90er Jahren in NRW und am Klinikum Lüdenscheid, wo vor allem der damalige Geschäftsführer Hans Werner Schaumann, der Leitende Ärztliche Direktor Prof. Pullmann und der Internist Dr. Heesen die Einrichtung einer eigenen psychosomatischen Abteilung an einem Klinikum der Maximalversorgung beförderten.

Psychosomatische Medizin integriert in ein Krankenhaus der Maximalversorgung gab es nur an ganz wenigen Stellen in Deutschland. Für Dr. Hildenbrand entsprach genau dies seiner Vorstellung von moderner psychosomatischer Patientenversorgung. Gemeinsam mit seiner heutigen Leitenden Oberärztin, Doris Bartels, und inzwischen etwa 30 Mitarbeitern - Ärzte, Psychologen, Pflegekräfte und Spezialtherapeuten - bauten sie die neue Abteilung erfolgreich auf. Neben der großen Ambulanz und dem Konsildienst nahm die Zahl der Betten - heute 23 - stetig zu. 2003 kam eine Tagesklinik mit zehn Plätzen hinzu.

Menschen mit funktionellen Körperbeschwerden und Stressfolge-Erkrankungen (Diabetes, koronare Herzerkrankung) finden in der Klinik ebenso Behandlung wie Menschen mit Essstörungen (Anorexia nervosa, Bulimie), Schmerzstörungen, Traumafolgen, Depressionen, Angststörungen oder auch Schwierigkeiten der Krankheitsbewältigung.

Die Klinik in Lüdenscheid war und ist in Deutschland ein Modell, dem in den vergangenen 25 Jahren viele folgten. So berät Dr. Hildenbrand als Vize-Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und ärztliche Psychotherapie (DGPM) Kollegen anderer Kliniken, aber auch Organe der Gesundheitspolitik und wirkte an zahlreichen Innovationen im Fachgebiet mit, um diese - zum Wohle seiner Patienten - frühzeitig in Lüdenscheid umsetzen zu können.

Was ist für das runde Jubiläum geplant? "Natürlich", sagt Dr. Hildenbrand, "werden wir diesen Tag im Team würdigen. Eine richtige Feier mit Gästen haben wir wegen der Corona-Pandemie aber auf das kommende Jahr verlegen müssen - als Jubiläum 25+1."

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