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11.01.2021, Lethmathe

Seniorenzentrum Letmathe: Impfbereitschaft lag bei fast 100 Prozent

Im Seniorenzentrum in Letmathe haben am vergangenen Wochenende die Impfungen gegen COVID-19 begonnen. Noch in dieser Woche folgen zwei weitere Einrichtungen der Märkischen Seniorenzentren in Werdohl und Lüdenscheid. „Die Impfbereitschaft lag bei unseren Bewohnern bei fast 100 Prozent. Auch die überwiegende Zahl der Beschäftigten hat das Impfangebot angenommen. Das ist ein wirklich guter Auftakt und macht uns Hoffnung“, sagte der Geschäftsführer der Märkischen Seniorenzentren Matthias Germer.

Renate Stoewahs war in Letmathe die erste Seniorin, die sich impfen ließ. Von der Aufklärung bis zum eigentlichen Impf-Vorgang habe alles reibungslos geklappt, war Frau Stoewahs voll des Lobes. „Den Pieks im Oberarm habe ich überhaupt nicht gespürt“, lachte die 90-Jährige. „So wie Frau Stoewahs“, berichtete Einrichtungs- und Pflegedienstleitung Ilona Gornischeff, „erging es allen unseren Bewohnern und meinem Mitarbeiter-Team. Alle waren bestens aufgeklärt. Niemand hatte Angst. Und jeder von uns will doch so schnell wie möglich zurück in den gewohnten Arbeits-Alltag.“

Dem schloss sich Matthias Germer nahtlos an. Die Bewohner und Beschäftigten der Pflegeheime hätten ein vielfach höheres Risiko einer Covid-19-Infektion mit schweren Folgen, betonte er. Germer sieht in der Impfung den entscheidenden Durchbruch in der Bekämpfung der Pandemie und ist „froh, dass wir nun auch endlich unseren Bewohnern und Beschäftigten die von vielen herbeigesehnte Impfung ermöglichen können.“ Er dankte dem Team um Einrichtungsleiterin Gornischeff für die sehr gute Vorbereitung.

Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Märkischen Gesundheitsholding, Dr. Thorsten Kehe, erinnerte in diesem Zusammenhang an die von der Bundesregierung geforderte Impfstrategie: „Die Schutzimpfungen erfolgen in drei Prioritäts-Stufen: Alter, Vorerkrankungen und Risiko. An diese Vorgabe aus Berlin halten wir uns natürlich.“

Zum geplanten Start von Corona-Impfungen werden nur begrenzte Impfstoffmengen verfügbar sein. Deshalb gilt in der Anfangsphase dafür eine genaue Reihenfolge. Die Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums legt dafür drei Stufen fest: Höchste Priorität (Gruppe1), hohe Priorität (Gruppe 2) und erhöhte Priorität (Gruppe 3). Dr. Kehe klärt auf: „Zur Gruppe 1 gehört neben den Seniorenzentren auch das medizinische Personal mit einem sehr hohen Infektionsrisiko. Hierzu zählen insbesondere Mitarbeiter von Intensivstationen, Notaufnahmen oder Covid-Bereichen.“

Die Märkischen Kliniken wollen nichts dem Zufall überlassen. Um in der Praxis einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, hat es im internen Impfbereich in „U2-Station 8.8“ bereits einen erfolgreichen Testlauf gegeben. Dr. Kehe: „Wir fiebern dem Impfstart in diesem Monat entgegen, freuen uns sehr, dass es auch in unseren Kliniken endlich losgeht und sind bestens vorbereitet. Denn eines muss uns allen immer wieder ins Bewusstsein rücken: Das Impfen gegen Corona ist alternativlos.“

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