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15.04.2020, Lüdenscheid

Psychische Belastung durch Corona meistern

Kein Fußballverein, kein Kinobesuch und kein Treffen im Freundeskreis: Die Corona-Pandemie ruft derzeit bei vielen Menschen nicht nur Angst vor Ansteckung hervor, sondern bedeutet einen Verlust an zwischenmenschlichen Kontakten in der sozialen Isolation. Neben den Einschränkungen im Alltag kommen häufig existenzielle Unsicherheiten und Sorgen hinzu, die Einfluss auf die Entstehung und/oder den Verlauf psychischer Beeinträchtigungen und psychosomatischer Erkrankungen haben. Berufliche und familiäre Belastungen können in den nächsten Wochen ebenso zunehmen wie innerseelische oder zwischenmenschliche Konflikte mit Folgen für die seelische Gesundheit. In dieser Situation bietet das Team der Klinik fu?r Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Klinikum Lüdenscheid Information und psychotherapeutische Hilfe an. So stellt die Klinik beispielsweise auf ihren Internet-Seiten Betroffenen und ihren Angehörigen, aber auch Mitarbeitern in Kliniken und Arztpraxen und interessierten Bürgern nützliche Informationen zur seelischen Bewältigung der Pandemie zur Verfügung. Es gibt aber auch den "direkten Draht" zur Klinik. Betroffene können telefonisch im Sekretariat der Psychosomatik (Tel.: 02351/462731) einen ambulanten Gesprächstermin mit einem Psychotherapeuten vereinbaren. Dieser Termin wird aufgrund der besonderen Lage erst einmal telefonisch erfolgen. "In einem oder mehreren Gesprächen wird dann geklärt, ob Beratung, weitere Diagnostik, eine Therapie und wenn ja, in welcher Form erforderlich ist. Auch eine direkte Krisenintervention ist individuell möglich", erklärt Dr. Gerhard Hildenbrand, Direktor der Klinik fu?r Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Klinikum Lüdenscheid. "Ungewo?hnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Wir hoffen, auf diesem Wege Betroffene unterstützen zu können", fügt er hinzu.

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