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13.12.2019, Lüdenscheid

Forschung für die Kleinsten

Kita Hellersen erneut als "Haus der kleinen Forscher" zertifiziert


"Entdecken - Forschen - Ausprobieren" steht immer auf der Tagesordnung der Kinder und Erzieherinnen der Kita Hellersen. Für dieses besondere Engagement um MINT-Themen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) wurde die Kindertagesstätte des Familienzentrums Hellersen erneut, und zum vierten Mail in Folge, mit der Zertifizierung "Haus der kleinen Forscher" ausgezeichnet. Die Erstzertifizierung, ein Debüt in Lüdenscheid, erfolgte bereits 2013. Übergeben wurde die entsprechende Plakette in diesem Jahr von Martina Schillo, von der Netzwerkstelle der Wirtschaftsjunioren Lüdenscheid e.V., in Kooperation mit der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer. Gemeinsam haben es sich die Wirtschaftsjunioren und die SHIK u. a. zum Ziel gesetzt Bildungseinrichtungen im Märkischen Kreis dabei zu unterstützen, das Forschen und Entdecken in den Alltag der Kinder zu integrieren.

"Kinder entdecken die Welt unbefangen und wissbegierig", erklärte Andrea Van Veirdegem,
Leiterin der Kindertagesstätte und des Familienzentrums. "Das möchten wir gezielt fördern. Wir sind stolz darauf, wie gut uns diese Förderung gelingt und das unsere Arbeit und unser Engagement nun in diesem Rahmen Wertschätzung erfährt." Auch die Eltern, der 93 in Hellersen betreuten Mädchen und Jungen, die zwischen einem und sechs Jahre alt sind, wissen das stetige Engagement der Erzieherinnen zu schätzen, die, für die Zertifizierung, gezielt Fortbildungen zu MINT-Themen, wie zum Beispiel der Thematik "Die fünf Sinne", die die Einrichtung zur Zertifizierung vier Monate lang bearbeitete, absolvieren.

"Bei der Auszeichnung zum Haus der kleinen Forscher geht es auch darum, dass wir als Einrichtung, das Forschen in den Alltag der Kinder integrieren", erklärte Jaqueline Schmidt, die die Arbeit des Teams hin zur Zertifizierung, federführend übernommen hat. Dazu gehört nicht nur die feste Aktionsreihe "Die fünf Sinne", die, für die Zertifizierung, schriftlich und durch Fotos dokumentiert wurde: Kinder stellen immer Fragen und die Erzieherinnen suchen mit ihnen gemeinsam die richtigen Antworten. Während einer einführenden Einheit zum Sehen fragte eines der Kinder beispielsweise: "Warum ist mein Schatten schwarz?" Deshalb beschlossen die Erzieherinnen, dieser Frage mehr Raum zu bieten und führten mehrere Experimente zu der Thematik durch. Die Kinder probierten eifrig aus und kamen dann selbst darauf, dass Gegenstände schwarz aussehen, wenn sie weniger Licht reflektieren. Für den Schatten bedeutet das: Weil die Oberfläche, auf die ein Schatten fällt, deutlich weniger Licht reflektiert als seine Umgebung, ist ein Schatten normalerweise schwarz. Mit transparenten Folien am Fenster der Kita demonstrierten die Kinder allerdings auch eine Ausnahme von der Regel und erzeugten bunte Schatten.  "Das Schönste ist es, zu sehen, wie die Kinder sich einem Thema annähern und verschiedene Ideenentwickeln und schließlich selbst zur Lösung finden", beendete Schmidt ihre Erklärung.

Die Zertifizierung selbst, erfolgt durch die gemeinnützige Stiftung "Haus der kleinen Forscher", die sich bundesweit für gute frühe Bildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik engagiert. Wert wird hierbei darauf gelegt, den Kindern eine forschende Haltung, das Beobachten und das Reflektieren verschiedener Sachverhalte vorzuleben, um ihnen beizubringen, komplexe Zusammenhänge verstehen zu können. Das "Haus der kleinen Forscher" ist mittlerweile die größte Frühbildungsinitiative Deutschlands.

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