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18.10.2019, Lüdenscheid

Wie aus heiterem Himmel?

Lüdenscheider Arzt-Patienten-Seminar zum Thema "Plötzlicher Herztod"


Was ist der plötzliche Herztod? Kann ich persönlich dem Risiko eines plötzlichen Herztodes entgegenwirken und welche Handlungsmöglichkeiten gibt es eigentlich - auch für Beobachter eines solchen Ereignisses? Um mit Vorurteilen aufzuräumen, über Risikofaktoren aufzuklären und für die Anzeichen zu sensibilisieren, lädt die Klinik für Kardiologie des Klinikums Lüdenscheid am Samstag, dem 2.11.2019 ab 9:00 Uhr zum Arzt-Patienten-Seminar ins Kulturhaus der Stadt Lüdenscheid ein. Denn: Bei rund der Hälfte aller Todesfälle, die auf Herzkreislauf-Erkrankungen zurückzuführen sind, handelt es sich um den sogenannten "plötzlichen Herztod". Es entsteht das Gefühl, es könnte Jeden treffen, jeder Zeit. Doch ist das wirklich so? Sterben Patienten wirklich so unerwartet?     

Unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Dieter Dzewas und der Leitung von Prof. Dr. Bernd Lemke und Prof. Dr. Markus Zarse, den Direktoren der Klinik für Kardiologie und Angiologie, informieren ärztliche Experten mit einemsorgfältig zusammengestellten Programm über den plötzlichen Herztod  und dessen Ursachen

Warum ist das wichtig?


Allein in Deutschland gibt es schätzungsweise 6 Millionen Betroffene die an der koronaren Herzkrankheit (KHK) erkrankt sind. Bei diesen Patienten sind Herzkranzgefäße verengt oder verschlossen, wodurch nicht genug Sauerstoff zum Herzen gelangt. Auch andere, angeborene und erworbene, Herzerkrankungen können zum Auslöser für den plötzlichen Herztod werden. Darunter fallen z. B. bestimmte Herzrhythmusstörungen, krankhaft verdickte Herzmuskeln, oder aber  Herzmuskelentzündungen. Auch eine Herzschwäche oder ein vorangegangener Herzinfarkt erhöhen das Risiko.
Für Menschen mit solchen Vorbelastungen ist es wichtig, gut informiert und sensibilisiert zu sein. Das hilft ihnen im Alltag mit der Erkrankung umzugehen und auf Vorzeichen des eigenen Körpers hören zu können. Ziel ist es, die Todesfälle durch plötzlichen Herztod, durch Aufklärung, so weit wie möglich zu verringern.
    

Bereits ab 8 Uhr öffnen sich die Türen des Kulturhauses. Die Lüdenscheider Hirsch Apotheke und das Klinikum Lüdenscheid bieten allen Besuchern der Veranstaltung bereits im Vorfeld an, Blutdruck und Blutzucker messen zu lassen. Auch verschiedene Informationsstände werden sich vor Ort mit der Thematik auseinanderzusetzen. Die AOK wird Fragen der Besucher zu vorbeugenden Ernährungsformen beantworten während die Reha-Klinik Lüdenscheid über Behandlungsprogramme der kardiologischen Nachsorge informiert. Auch mit einem Informationsstand vertreten: die Deutsche Herzstiftung e. V. mit einem umfangreichen Angebot an Informationen zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, dem richtigen Verhalten nach einem Herzinfarkt und der Mitgliedschaft bei der Stiftung.

Nach der Begrüßung durch die Organisatoren um 9:00 Uhr, startet die Vortragsreihe mit Prof. Dr. Lemke, der über Risikofaktoren referiert und gefährdete Personen aufgrund körperlicher Ursachen identifiziert. Bis zur Pause um 10:45 Uhr, welchen Handlungsspielraum Laien haben (Dr. Thomas Karow) und wie die interventionelle Kardiologie, sprich die gezielt eingreifenden Behandlungen nach überlebter Reanimation, Kardiologie-Patienten helfen kann und welche Möglichkeiten, Ärzten im Krankenhaus, darüber hinaus zur Verfügung stehen (Prof. Dr. Markus Zarse). Auch nach der viertel Stündigen Pause geht es um die Behandlung nach dem Überleben eines solchen Ereignisses, in dem Behandlungsmethoden mit Defibrillator und Herzschrittmacher in den Fokus der Veranstaltung gestellt werden (Zana Karosiene). Außerdem wird durch Dr. Jens Kolbe beantwortet: Wie können Patienten nach überlebter Reanimation wieder in den Alltag eingegliedert werden?

Bei der anschließenden Diskussionsrunde sind alle Anwesenden herzlich eingeladen, die Experten zu befragen. Die Veranstaltung ist kostenlos und es ist keine Anmeldung erforderlich.

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