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17.10.2019, Lüdenscheid

Prof. Dr. med Jan C. Galle neuer Präsident der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie

Deutsche Gesellschaft für Nephrologie wählt neuen Vorstand

Prof. Dr. Jan C. Galle, Klinikdirektor der Klinik für Nephrologie und Dialyseverfahren am Klinikum Lüdenscheid und ärztlicher Leiter der Märkischen Dialysezentren, ist neuer Präsident der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN). Auf der 11. Jahrestagung in Düsseldorf wählte die Fachgesellschaft einen neuen Vorstand, der aus seiner Mitte den Lüdenscheider Mediziner zu ihrem neuen Präsidenten berief. Als Ziele seiner Amtsperiode benannte Prof. Galle die Stärkung und Intensivierung der Zusammenarbeit mit anderen Fächern sowie die stärkere Vertretung der Nephrologie, also der Wissenschaft der Nieren- und Hochdruck-Erkrankungen, in standes- und gesundheitspolitischen Gremien. Weitere Themen, die er benannte, sind die Nachwuchs- und Frauenförderung. "Ich freue mich auf die neuen Herausforderungen", so der neue Präsident, der zuvor 15 Jahre als Pressesprecher für die DGfN tätig war.

In der Klinik für Nephrologie und Dialyseverfahren am Klinikum Lüdenscheid behandelt Prof. Galle mit seinem Team rund 600 stationäre und 250 ambulante Patienten im Jahr. In seiner Funktion als Klinikdirektor, gelang es Prof. Galle bereits 2012, als einer der Ersten, die Klinik zur Zertifizierung durch die DGfN zu führen. Ausgezeichnet wurde die Klinik, als eine von (mittlerweile) 51 Nephrologischen Schwerpunktkliniken und  eines von 20 Zentren für Hypertonie deutschlandweit.

Doch was bedeutet diese Zertifizierung für Patienten und Patientinnen?

Menschen mit akuten und chronischen Nierenerkrankungen jeder Art, werden am Klinikum Lüdenscheid und in den Märkischen Dialysezentren, mit den modernsten und effektivsten Behandlungsmethoden behandelt. Die Zertifizierung der Klinik bedeutet in diesem Zusammenhang, dass alle bestehenden diagnostischen und therapeutischen Verfahren im Bereich der Nierenheilkunde, wie zum Beispiel alle Formen der Nierenersatztherapie, alle Dialyseverfahren, also die sogenannte Blutwäsche, sowie andere Blutaustauschverfahren,  eingesetzt werden. Allein im Jahr 2018 wurden an den verschiedenen Standorten, sowohl in den Märkischen Dialysezentren in Lüdenscheid und Iserlohn-Letmathe, als auch im Klinikum Lüdenscheid und durch die, Zuhause durchführbaren Bauchfelldialysen, bei denen das körpereigene Bauchfell als Filter für das Blut genutzt wird,  22.654 Dialysen durgeführt. Dies ermöglicht den Patienten eine Rundum Versorgung nach universitätsmedizinischen Standards und eine zuverlässige Anlaufstelle für alle Belange ihrer Krankheit. Die Zertifizierung als Zentrum für Hypertonie, also als ein Zentrum, das sich ausführlich mit sämtlichen Möglichkeiten der Diagnostik und Therapie zur Behandlung eines erhöhten Blutdrucks beschäftigt, war ein weiter Schritt in Richtung ganzheitliche Betreuung. Weil eine Nierenerkrankung den Blutdruck eines Patienten dauerhaft erhöhen und ein zu hoher Blutdruck auf Dauer eine Nierenerkrankung begünstigen kann, ist diese Kompetenzbündelung von besonderer Bedeutung.

"Die Wahl von Herrn Prof. Galle zum Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie ist eine große Auszeichnung. Sie verdeutlicht nicht nur sein Engagement, sondern auch, wie sehr seine wissenschaftliche Meinung, unter den Kollegen des Faches geschätzt wird.", so Dr. Thorsten Kehe, Geschäftsführer der Märkischen Kliniken. Denn, neben seiner täglichen medizinischen Arbeit, im Klinikum Lüdenscheid und den Märkischen Dialysezentren, zeigt Prof Galle immer wieder seine Expertise. So war er bereits mehrfach Teil sogenannter Consensus-Gruppen, die sich als Gruppe renommierter Fachärzte mit der Schaffung und Etablierung moderner und aktueller Standards, beschäftigt. Angestoßen durch die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) treffen diese Standards auch über die Grenzen Deutschlands hinaus auf Anerkennung.


Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie ist die Fachgesellschaft für klinische und wissenschaftliche Nephrologie und bündelt die Interessen aller deutscher Ärzte und Wissenschaftler, die in diesem Bereich der Medizin tätig sind.

Die neuen Vorstandmitglieder sind:

  • Prof. Dr. med Jan C. Galle, Lüdenscheid
  • Dr. med. Manfred Grieger, Mayen (niedergelassener Nephrologe)
  • Prof. Dr. med. Marion Haubitz, Fulda
  • Prof. Dr. med. Hermann-Joseph Pavenstädt, Münster (universitär)
  • Prof. Dr. med. Josef M. Pfeilschifter, Frankfurt (universitär/Theoretische medizin)


Als neue Pressesprecherin und Nachfolgerin Prof. Galles wurde Prof. Julia, Weinmann-Menke aus Mainz, berufen.


 

 

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