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22.05.2019, Lüdenscheid

Bei Stress: Besser Sport treiben als auf der Couch liegen

Nach einem stressigen Tag entspannt auf die Couch fallen oder lieber doch den Kopf beim Sport freibekommen? Silvia Apel, Krankenschwester und langjährige Mitarbeiterin des Patienten-Informations-Zentrums am Klinikum Lüdenscheid, gab am letzten Dienstag zur Veranstaltung der Reihe "Dienstags in den Märkischen Kliniken" eine eindeutige Antwort: Besser einige sportliche Übungen, einen Spaziergang oder das Laufband gegen die Couch eintauschen.

Stress sei eine natürliche Reaktion des Körpers, erklärte sie und begann in ihrem Vortrag mit einem Rückblick in die Steinzeit. Denn auch der Mensch zu Urzeiten hatte Stress, zum Beispiel, wenn er plötzlich vom Säbelzahntiger bedroht wurde. Damals wie heute steigt dann in stressigen Situationen der Puls, die Muskulatur wird angespannt, die Atmung wird beschleunigt, das Herz-Kreislaufsystem läuft auf Hochtouren. "Der Körper schüttet in Bruchteilen von Sekunden die Stresshormone Adrenalin, Norepinephrin und Cortisol aus und bereitet auf den Kampf oder die lebensrettende Flucht vor".

Das Problem heutzutage ist jedoch, dass die Menschen unserer Zeit weder kämpfen noch flüchten müssen und damit den Hormoncocktail unnötig lange mit sich herum tragen. Und das führt zu chronischem Stress und letztlich zu gesundheitlichen Problemen. Was hilft dabei, diesen loszuwerden? "Stress kann man so abbauen, wie es die Natur vorgesehen hat - durch Bewegung. Und das muss kein Marathonlauf sein", so Silvia Apel, die an die Besucher im Seminarzentrum appellierte, sich in der Art und Weise zu bewegen, wie es dem Einzelnen je nach Alter und gesundheitlicher Situation gut tut.

Mit praktischen kleinen Bewegungsübungen "mobilisierte"  Silvia Apel die Besucher zum Mitmachen, zeigte ihnen einfache, kleine Übungen, die der Wirbelsäule, der Schulter, den Muskeln, dem Bauch und letztlich dem gesamten Körper dienen. Auch aus den Bereichen Yoga, Meditation oder Atemtraining präsentierte sie einige Beispiele, die bei der Entspannung helfen. Bewegung als Stresskiller verbindet das Angenehme mit dem Nützlichen: Es verbrennt Kalorien, macht Freude, lenkt ab, zentriert die Gedanken und stärkt das Wohlbefinden - so das Resümee des bewegungsfreudigen Abends.

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