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28.02.2019, Letmathe

Viele Tipps rund um das Thema gesunde Ernährung

Einfach ungesättigte Fette, Saccharose, pflanzlich Proteine, Omega-3-Fettsäuren, Gluten - Begriffe, die fast jeder schon mal gehört hat, doch bei denen die wenigsten wissen, was sich dahinter genau verbirgt. Um dies zu ändern und über den Einfluss bestimmter Lebensmittel auf die Gesundheit aufzuklären, lud Dr. Christiane Höß, Direktorin der Klinik für Chirurgie am Marienhospital Letmathe, am vergangenen Dienstag im Rahmen ihres Vortrags der Veranstaltungsreihe "Dienstags in den Märkischen Kliniken" ganz herzlich alle Interessierten zum Thema "Du bist, was du isst - Essen ist die bessere Medizin" in das Seniorenzentrum des Marienhospitals Letmathe ein.

"Ein erhöhtes Risiko für viele Erkrankungen, wie zum Beispiel Krebs, Diabetes oder Herz- Nierenleiden steht in engem Zusammenhang mit der Ernährung", erklärte die Experten zu Beginn des Abends. Doch nicht nur das: die Lebenserwartung sei generell eng mit dem Faktor Ernährung verknüpft. So haben laut Studien "Pescetarier", also Menschen, die kein Fleisch, aber mindestens einmal pro Woche Fisch essen, durchschnittlich die höchste Lebenserwartung. Wenn möglich, so der Rat der Expertin, solle daher ungesundes tierisches Protein nur in geringen Maßen oder gar nicht konsumiert und durch Mahlzeiten mit Fisch ersetzt werden. Besser als tierische Proteine seien zudem pflanzliche Proteine, die zum Beispiel in Hülsenfrüchten enthalten sind.

Auch Lebensmittel mit viel Zucker sollten, so Dr. Höß, nur in sparsamen Mengen zu sich genommen werden. Noch schädlicher als Glucose ist dabei Fruchtzucker (Fructose). Dieser ist zum Beispiel in Frucht-Smoothies oder Säften enthalten und kann bei übermäßigem Verzehr zu einer Fettleber und Diabetes führen. Für einen Staunen im Publikum sorgte die Referentin als sie erklärte, dass auch in herzhaften Produkten, wie Pizza oder einer fertig zubereitenden Tomatensoße viel Zucker enthalten sein könne. Eine klare Empfehlung gab Dr. Höß hingegen für einfach- und mehrfachgesättigte Fette, die zum Beispiel in Oliven, Avocados, fettigem Fisch enthalten sind. Vor allem Omega-3-Fettsäuren, die man über Lebensmittel wie Lachs und Chia- oder Leinsamen zu sich nehmen kann, fördern die Hirnleistung, dämpfen Entzündungen und haben eine positive Wirkung bei der Vermeidung von Thrombosen.

Doch die Expertin informierte nicht nur darüber, was man am besten isst, sondern auch wann und wie oft: "Es empfiehlt sich die Zeitspanne in der man isst, möglichst kurz zu halten", so Dr. Höß. Nächtliche Gänge zum Kühlschrank seien also generell nicht zu empfehlen. "Zwei bis drei Mahlzeiten am Tag, kein kontinuierliches Essen über den Tag verteilt" war ein weiterer Tipp der Klinikdirektorin. Generell sei auch das Fasten eine sehr effektive Möglichkeit, dem Körper etwas Gutes zu tun. Neben all den guten Tipps war es der Referentin noch ein besonderes Anliegen, ihrem Publikum am Schluss eine zentrale Botschaft mit auf den Weg zu geben: "Genießen Sie! Genuss und Gesundheit schließt einander nicht aus."

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