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28.01.2019, Lüdenscheid

Klinikdirektor Ronald Bottlender erhält Professortitel

"Die Auszeichnung ist eine große Ehre für mich", erklärt Ronald Bottlender, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Klinikum Lüdenscheid, dem nach seinem langjährigen Einsatz in der Forschung und Lehre nun kürzlich von der Ruhr-Universität-Bochum der Titel "außerplanmäßiger Professor" verliehen wurde. Die besondere Anerkennung erhält der Klinikdirektor für seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen der vergangenen Jahre. So hat Prof. Bottlender im Laufe seiner wissenschaftlichen Karriere bisher mehr als 130 Arbeiten in Fachzeitschriften veröffentlicht, zahlreiche Buchbeiträge publiziert und auch Bücher mitherausgegeben.

Der wissenschaftliche und berufliche Werdegang von Prof. Ronald Bottlender beginnt an der Universität des Saarlandes, wo er Medizin und Psychologie studiert. Zusätzlich arbeitet er am Institut für physiologische Chemie und promoviert mit einer Arbeit über Calcium-Kanäle. Nach dem Studium absolviert er an der Ludwig-Maximilians-Universität München seine Facharztweiterbildung und habilitiert mit mehreren Studien zur Früherkennung und dem Verlauf schizophrener Erkrankungen. Im Jahr 2005 gibt der heutige Klinikdirektor seine Oberarztstelle an der LMU auf, um auf eine Chefarztstelle in London und eine akademische Stelle an der Queen-Mary-University of London zu wechseln. 2012 kehrt er nach Deutschland zurück und tritt die Stelle des Klinikdirektors der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Klinikum Lüdenscheid an. Ende des Jahres 2013 erhält Prof. Bottlender die Lehrbefugnis für die Ruhr-Universität-Bochum, die nun in seiner Auszeichnung als "außerplanmäßiger Professor" mündet. Dieser besondere Titel wird von Universitäten auf Vorschlag der Fakultät an Habilitierte verliehen, die sich in Forschung und Lehre besonders bewährt haben. Formale Voraussetzung ist eine mehrjährige Tätigkeit als Privatdozent.

Prof. Ronald Bottlender ist es ein Anliegen, seine wissenschaftlichen und klinischen Interessen miteinander zu verknüpfen. Seit Beginn seiner Tätigkeit hat er in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Klinikum Lüdenscheid, die jedes Jahr circa 1500-1600 Menschen (teil-)stationär behandelt und über eine große psychiatrische Institutsambulanz verfügt, viele innovative Therapieansätze für ein breites Spektrum psychischer Erkrankungen auf den Weg gebracht. Auch das Angebot an psychotherapeutischen Gruppen wurde unter Leitung des Klinikdirektors erheblich erweitert. Darüber hinaus sind ihm die Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen, eine gewaltfreie Psychiatrie sowie die Stärkung der Selbsthilfe besondere Anliegen. So wurden unter anderem beispielsweise eine Vortragsreihe für Patienten, eine Selbsthilfegruppe für Angehörige oder die sogenannte "Peer-to-Peer Beratung" von Betroffenen für Betroffene am Klinikum Lüdenscheid auf seine Initiativen hin gegründet. 

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