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05.12.2018, Lüdenscheid

Rheinisch-Westfälische Experten des Fachs Nuklearmedizin trafen sich im Klinikum


"Den größten Regionalkongress der Nuklearmedizin bereits zum dritten Mal in seiner Geschichte bei uns am Klinikum zu Gast zu haben, das ist schon eine Ehre", betont Prof. Dr. Rolf Larisch, Direktor der Klinik für Nuklearmedizin am Klinikum Lüdenscheid. Denn immerhin kamen rund 150 Teilnehmer - und damit die geballte medizinische Expertise aus unserem Bundesland - in die Bergstadt. Jedes Jahr versammeln sich die Mitglieder der Rheinisch-Westfälischen Gesellschaft für Nuklearmedizin, kurz RWGN, in einer Stadt in Nordrhein-Westfalen zu ihrer Jahrestagung. So wurde im Seminarzentrum auf dem Klinikgelände zwei Tage lang über Fortschritte in der Diagnostik und Behandlung verschiedener Erkrankungen diskutiert.

Neben Fachvorträgen, in denen alle Universitätskliniken aus Nordrhein-Westfalen ihre wissenschaftlichen Schwerpunkte vorstellten und über Zukunftstrends im Bereich der Nuklearmedizin referierten, stand am Freitag die traditionelle Verleihung des Hans-Creutzig-Preises im Mittelpunkt der Veranstaltung. Der mit 2.500 Euro dotierte Preis, der nach dem ehemaligen Ordinarius der Universität Essen benannt ist, wird für wissenschaftliche Arbeiten verliehen, die sich der nuklearmedizinischen Tumordiagnostik einschließlich der Magnetresonanztomographie widmen. In diesem Jahr durfte sich Prof. Dr. Frederik Giesel aus Heidelberg über die begehrte Auszeichnung freuen. Die Arbeitsgruppe von Professor Giesel hat ein Molekül gefunden, das völlig neuartige Möglichkeiten der Tumordiagnostik schafft. Den Preis überreichte Professor. Dr. Wolfgang M. Schäfer aus Mönchengladbach, der derzeit Vorsitzender der RWGN ist.

Der darauffolgende Samstag stand ganz im Zeichen der Fortbildung. Dabei lautete das übergeordnete Thema "Grenzen des Normalen - Anfänge des Pathologischen". Experten auf dem Gebiet der nuklearmedizinischen Schilddrüsen-, Herzmuskel-, und Skelettdiagnostik und vieler weiterer Bereiche tauschten sich dabei über Grenzfälle bei Befunden im Klinikalltag aus. Parallel dazu fand am Samstagmorgen auch eine Fortbildungsveranstaltung für Medizinisch-Technische Radiologieassistenten (MTRAs) zu praxisrelevanten Themen statt.

Die RWGN ist am 1. Juli 1973 in Bonn als erste deutsche Fachgesellschaft für Nuklearmedizin gegründet worden und sieht ihre Aufgabe in der Förderung der wissenschaftlichen und praktischen Belange der Nuklearmedizin. Im Rahmen regelmäßiger Fort- und Weiterbildung findet ein gemeinsamer Austausch ihrer Mitglieder und des Nachwuchses statt. Insgesamt fanden seit der Gründung der Gesellschaft in den 70er Jahren 45 Tagungen statt; drei davon in Lüdenscheid.

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