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22.11.2018, Lüdenscheid

Hochmoderne Augenchirurgie hilft bei vielen Erkrankungen

Ein Schwerpunkt der medizinischen Versorgung der Augenklinik am Klinikum Lüdenscheid  liegt in der Diagnostik, Operation und Therapie von Glaskörper- und Netzhauterkrankungen. Darüber hielt Dr. Susanne Kaskel-Paul, Direktorin der Augenklinik am Klinikum Lüdenscheid, in der Reihe "Gesundheit im Dialog", die in Kooperation mit der AOK NORDWEST stattfindet, einen interessanten Vortrag und gab auch einen geschichtlichen Abriss bis zur heutigen hochmodernen Augenchirurgie.

Es gibt eine Vielzahl von Erkrankungen im Bereich des hinteren Augenabschnittes. Teilweise handelt es sich dabei um normale Alterungsprozesse oder auch um krankhafte Veränderungen, die einer Therapie bedürfen. Durch den hohen operativen Standard können in der Lüdenscheider Augenklinik auch notfallmäßige Operationen, wie Netzhautablösungen oder schwerste Verletzungen sofort durchgeführt werden.

Veränderungen der Netzhaut, die die lichtempfindliche hintere Auskleidung des Auges darstellt, äußern sich meist mit Wahrnehmungen von Blitzen, Schatten oder so genannten "fliegenden Mücken". Netzhautablösungen können durch degenerative Veränderungen des Glaskörpers oder der Netzhaut entstehen, nicht immer findet sich eine fassbare Ursache.

Die Glaskörperoperation (Vitrektomie) erfolgt heutzutage als ausgesprochenes Kleinschnittverfahren, so dass meist nicht einmal eine Naht erforderlich ist. "Der Operateur macht winzig kleine Öffnungen in die Lederhaut als Zugang in das Augeninnere und entfernt den Glaskörper. Als Ersatz dafür wird das Auge mit Flüssigkeit, einem speziellen medizinischen Gas oder Silikonöl gefüllt", erklärte die Klinikdirektorin.

"Ob eine Vitrektomie zur Behandlung einer Augenerkrankung notwendig ist, kann der behandelnde Arzt nur nach einer umfangreichen Untersuchung feststellen", so die Expertin. Eine Glaskörperoperation berge wie jeder operative Eingriff Risiken und Nebenwirkungen, die der Patient mit dem behandelnden Arzt genau besprechen sollte. Allerdings handele es sich bei der Vitrektomie um eine sichere und erprobte Operation, vor der niemand mehr Angst haben muss, so die Referentin.

Im Anschluss an den Vortrag gab es viele Fragen aus dem interessierten Publikum.

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