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13.12.2017, Lüdenscheid

Märkische Kliniken erhalten Hygiene-Zertifikat nach erfolgreicher Prüfung

In Krankenhäusern halten sich tagtäglich viele hundert Menschen mit völlig unterschiedlichen Erkrankungen auf. Deshalb hat die Hygiene in Krankenhäusern und insbesondere auch bei den Märkischen Kliniken, oberste Priorität – zum Schutz der Patienten, Besucher und Mitarbeiter. Die Märkischen Kliniken erhielten jetzt vom Landrat des Märkischen Kreises, Thomas Gemke, eine Zertifizierungsurkunde für einen erfolgreichen Umgang gegen und mit multiresistenten Keimen (MRE). „Für uns ist dieses Zertifikat nicht einfach nur eine Auszeichnung, es ist der Lohn dafür, dass wir im Bereich der Hygiene, dank der engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und insbesondere der Hygienefachkräfte, den uns anvertrauten Menschen einen hohen Schutz bieten können“, freut sich auch Dr. Thorsten Kehe, Vorsitzender der Geschäftsführung der Märkischen Kliniken, über diese Auszeichnung.

Alle drei Standorte der Märkischen Kliniken, darunter das Klinikum Lüdenscheid als Haus der Maximalversorgung sowie die Stadtklinik Werdohl und das Marienhospital Letmathe als Häuser der Grund- und Regelversorgung haben sich den hohen Anforderungen der Zertifizierung gestellt und wurden dabei von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Fachdienstes für Gesundheitsschutz und Umweltmedizin des Märkischen Kreises eingehend geprüft. Dabei mussten die Hygienefachkräfte nachweisen, wie die Verbreitung der multiresistenten Keime bei den Märkischen Kliniken vermieden werden. Die Abteilung für Krankenhaushygiene der Märkischen Kliniken bietet regelmäßig spezielle  themenspezifische Schulungen an, um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über Prävention und den richtigen Umgang mit den multiresistenten Erregern aufzuklären. Damit Ärzte und Pfleger eine MRE Besiedlung bei einem Patienten frühzeitig erkennen können, werden unmittelbar nach der Aufnahme im Krankenhaus Abstriche bei Risikopatienten durchgeführt. Konnte damit ein multiresistenter Keim bei einem Patienten nachgewiesen werden, erfolgt die Unterbringung zum Schutz in einem Isolierzimmer. So können frühzeitig alle Maßnahmen eingeleitet werden, um eine Verbreitung zu vermeiden. Dieses Screening erfolgt nach bestimmten Kriterien: wenn Patienten beispielsweise aus anderen Krankenhäusern oder einer Pflegeeinrichtung kommen, sie zuhause durch einen ambulanten Pflegedienst betreut werden oder chronische Wunden aufweisen.

Die multiresistenten Erreger (MRE) treten natürlicherweise auf der Haut, der Schleimhaut oder dem Darm vieler Menschen auf und entwickeln seit einigen Jahren Resistenzen gegen Antibiotika. Die Übertragung der so genannten multiresistenten Keime erfolgt in erster Linie durch die Hände. Aber auch Stoffe, Oberflächen oder Gegenstände können für eine Übertragung verantwortlich sein. Die Händehygiene spielt deshalb auch bei den Märkischen Kliniken eine große Rolle. Seit 2009 nimmt der Klinikverbund aktiv an der „Aktion Saubere Hände“ teil. Anfang 2015 wurden die drei Häuser bereits mit dem Zertifikat in Bronze belohnt und haben Anfang 2017das nächste Ziel, das Siegel in Silber, erreicht. Damit wurde einmal mehr unter Beweis gestellt, dass die hohen Anforderungen im Bereich der Krankenhaushygiene erfüllt werden und die Patienten hohe Sicherheit vor Krankenhausinfektionen genießen.

Elf Krankenhäuser des Märkischen Kreises haben sich mit erfolgreichem Ergebnis den erhöhten Anforderungen der Folgezertifizierung gestellt – darunter auch die Märkischen Kliniken. In seinen Worten an die Gäste erinnerte Landrat Thomas Gemke an das regionale Netzwerk „MRE-net MK“, dass unter der Leitung des Fachdienstes Gesundheitsschutz und Umweltmedizin seit der Gründung im Jahre 2006, Standards zur Verhinderung der Ausbreitung resistenter Erreger erarbeitet. Durch den Austausch von Wissen und Know-How sowie insbesondere durch die enge Zusammenarbeit aller Akteure des Gesundheitswesens soll dieses Netzwerk zur Verbesserung der Umsetzung von MRE-Präventions- und Kontrollmaßnahmen im Kreis beitragen.

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