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Das "Mikrobiom" und sein Einfluss auf den Darm

Die Inzidenz und Mortalität des Darmkrebses, also die Anzahl an Neuerkrankungen und Anzahl an Verstorbenen, ist in Deutschland nach jahrzehntelangem Anstieg innerhalb der letzten 10 Jahre nach der Einführung der Vorsorgekoloskopie in den Altersgruppen ab 55 Jahren um fast 20% zurück gegangen. Demnach erkranken und versterben deutlich weniger Patienten dieser Altersgruppe an einem bösartigen Darmtumor. Andererseits erkranken aber leider immer mehr junge Patienten an Darmkrebs.

Aber nicht nur die Einführung der Vorsorgekoloskopie (Darmspiegelung) hat zu diesen Änderungen und zu der Verbesserung der Prognose geführt, sondern auch die umfangreichen operativen, strahlentechnischen sowie medikamentösen Entwicklungen. Auch haben wir begonnen, den Darm besser zu verstehen. In den Blickpunkt gekommen ist dabei insbesondere das Mikrobiom des Menschen (im weiteren Sinne die Gesamtheit aller den Menschen besiedelnden Organismen). Das Mikrobiom des Darmes ist ein potenter Initiator (Stimulator) systemischer Immunreaktionen und hat viele Auswirkungen unter anderem auf das Tumorwachstum.

Wir möchten Ihnen neben dem aktuellen Stand der Darmkrebsvorsorge, auch das spannende Feld des Mikrobioms näher bringen, seinen Einfluss auf das Wachstum von Tumoren zeigen und mögliche Entwicklungen in Richtung einer personalisierten Tumorbehandlung erläutern.

Wir freuen uns, dass auch diesmal wieder Schülerinnen und Schüler der Staberger Gymnasien (Biologie Abi-Leistungskurs) helfen werden, Ihnen diese Entwicklungen und Konzepte näher zu bringen.

Zum Abschluss der Veranstaltung laden wir Sie zu einem kleinen Imbiss ein und würden uns sehr über Ihr Kommen freuen.