Zu den Inhalten springen
25.10.2017, Lüdenscheid

Wenn Gehen wieder Freude macht

Täglich sind unsere Beine für uns im Einsatz. Völlig mühelos und ohne darüber nachzudenken bewegt man sich mit ihnen Schritt für Schritt durch den Alltag. Schlendert durch Fußgängerzonen, spaziert durch den nächstgelegenen Wald oder eilt zum nächsten Termin auf der Arbeit. Erst wenn es an der ein oder anderen Stelle mal zwickt und schmerzt, ist das Laufen plötzlich keine Selbstverständlichkeit mehr. Viele Menschen klagen irgendwann im Laufe ihres Lebens über Schmerzen im Knie – bei manchen ist der Leidensdruck so hoch, dass ein künstliches Kniegelenk die einzige Lösung zu einer schmerzfreien Bewegung ist. Dr. Michael Klein, seit Juli 2017 Direktor der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, spezielle Unfallchirurgie am Klinikum Lüdenscheid, konnte erst kürzlich einer Patientin mit einer Vollgelenksprothese am Knie zu neuer Gehfreude verhelfen.

An Treppensteigen war nicht mehr zu denken, beim Tragen der Einkäufe war die 62-Jährige auf Hilfe angewiesen, bei nasskaltem Wetter waren die Schmerzen meist unerträglich und nur mit Tabletten einigermaßen aushaltbar – für Edeltraud Danner war der Leidensdruck hoch. Oft ist es eine Arthrose im Kniegelenk, die unsägliche Schmerzen beim Gehen auslöst und der Grund für die Implantation eines künstlichen Kniegelenks ist. So auch bei Edeltraud Danner. „Erst wenn alle nichtoperativen Behandlungsmöglichkeiten durch Physiotherapie oder Medikamente ausgeschöpft und die Schmerzen äußerst stark sind, dann denken wir über eine Knieprothese nach“, erklärt Dr. Michael Klein. In seiner bisherigen beruflichen Laufbahn konnte er unter anderem als Hauptoperateur an einem EndoProthesenZentrum schon viele Knieprothesen implantieren. Seine Erfahrung sowie seine fachliche Kompetenz setzt er nun auch am Klinikum Lüdenscheid für Patienten aus dem Märkischen Kreis und darüber hinaus ein. „Wir freuen uns, dass sich unsere Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, spezielle Unfallchirurgie in kürzester Zeit fachlich weiterentwickeln konnte. Das medizinische Leistungsangebot soll auch künftig weiter ausgebaut werden“, erklärt Dr. Thorsten Kehe, Vorsitzender der Geschäftsführung der Märkischen Kliniken.

Die Implantation einer Knieprothese wird im Vorfeld sehr genau mit einem speziellen Computer-Programm geplant, mit dem die Ärzte beispielsweise die Achsenkorrektur berechnen können. „Bei der Implantation einer Knieprothese muss man sehr genau vorgehen. Es erfordert viel Erfahrung und einen großen Wissensschatz. Während einer Operation muss man beispielsweise sehr schnell auf unvorhergesehene Gegebenheiten reagieren können“, weiß Dr. Klein, der am Klinikum Lüdenscheid besonders die Zusammenarbeit und den Austausch zwischen und mit den Fachdisziplinen und Fachärzten schätzt. Bei spezifischen Fragstellungen oder Nebenwirkungen kann jederzeit auf kürzestem Wege die Expertise der Kolleginnen und Kollegen herangezogen werden. Für Edeltraud Danner war die Implantation einer Knieprothese der Schlüssel zu mehr Lebensqualität. Heute kann sie ohne Hilfe die Treppe hoch und runter gehen, sich in der Wohnung ohne Gehhilfen bewegen und auch die Schmerzen sind kaum noch da.

Aber Knieprothese ist nicht gleich Knieprothese. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen einer Teilgelenks- und Vollgelenksprothese. Dabei ersetzt die Knieprothese das natürliche Kniegelenk teilweise oder vollständig. Mit Dr. Michael Klein und seinem erfahrenen Chirurgenteam sind am Klinikum Lüdenscheid von einem Teilgelenkersatz, eine sogenannte Schlittenprothese, der „normalen“ Knieprothese bis hin zu einer teilgekoppelten Knieprothese und dem Teilersatz des Oberschenkel- oder Unterschenkelknochens alle Maßnahmen möglich. Auch für Wechseloperationen bei Lockerungen und Brüchen oder von einer Teilgelenksprothese hin zu einer Vollgelenksprothese sind am Klinikum Lüdenscheid beste Voraussetzungen gegeben. Dafür stehen am Klinikum Lüdenscheid neben einem kompetenten chirurgischen Team und viel Erfahrung auch zehn neue Operationssäle auf modernstem Stand der Medizintechnik sowohl für geplante Operationen als auch für die Traumaversorgung von schwerstverletzten Patienten zur Verfügung. 

Kategorien: