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25.01.2022, Lüdenscheid

Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie unter neuer Leitung

Er weiß, dass in der Kinder- und Jugendpsychiatrie kein Tag dem anderen gleicht, kommt mit vielen neuen Plänen ans Klinikum Lüdenscheid und freut sich auf die große berufliche Herausforderung. Seit Ende des vergangenen Jahres hat Dr. Filip Caby als Chefarzt die Nachfolge von Dr. Tamara Jacubeit angetreten, die nach langjähriger Tätigkeit in den Ruhestand verabschiedet wurde. "Wir freuen uns, dass wir mit Dr. Caby die Stelle des Klinikdirektors erfolgreich neu besetzen konnten. Die Klinik wird von seiner großen Erfahrung sehr profitieren", sagt Dr. Thorsten Kehe, Vorsitzender der Geschäftsführung der Märkischen Kliniken.

Dr. Filip Caby stammt gebürtig aus Belgien. Bereits als junger Mann entschied er sich für ein Medizinstudium in seinem Heimatland. In Deutschland bestand er die Prüfung zum Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie.  Nach Assistenz- und Oberarztstationen in Dortmund und Marl stieg der dreifache Familienvater zum Chefarzt und Ärztlichen Direktor der Abteilung Kinder- und Jugendpsychiatrie des Marienkrankenhauses in Papenburg auf. Viele Jahre hat er dort seine Expertise erfolgreich eingebracht, die Klinik von Beginn an aufgebaut. "Einfach eine großartige Zeit, die mich sehr geprägt hat", sagt Dr. Caby in der Rückschau.

Chefarzt Dr. Filip Caby kommt mit viel Erfahrung

Diesen Erfolg strebt der ehrgeizige, erfahrene Klinikchef auch für seine neue Klinik in Lüdenscheid an und hat klare Vorstellungen. Dr. Caby: "Wir wollen mit unserer Arbeit den gesetzlichen Versorgungsauftrag erfüllen und für eine gute kinder- und jugendpsychiatrische sowie psychotherapeutische Behandlung der Kinder und Jugendlichen sowie deren Familien sorgen."

Wichtig sind ihm dabei innovative polysystemische Behandlungsangebote, die darauf setzen, dass Familien unter- und miteinander in der Lage sind, individuelle und gute Lösungen zu finden. "Die Klinik sorgt für den passenden ambulanten und/oder stationären Rahmen und sorgt so für eine gesteigerte Achtsamkeit der Familiensysteme."

Darüber hinaus setzt der neue Klinikdirektor "auf eine intensive Kooperation mit dem Förderverein KiJu, um den Lebensalltag in der Klinik bunter und kreativer zu gestalten. Wir wollen die Wohnbereiche für die stationären und teilstationären Patienten und deren Familien verschönern."

Intensive Kooperation mit Kinderschutzzentrum


Sehr am Herzen liegt ihm die Ambulanz. "Wir setzen hier nicht nur auf den einzelnen Patienten, sondern auch auf Gruppentherapien und Polysystem-Settings. So können mehrere Familien eine Gruppe bilden, weil sie das gleiche Problem zu verarbeiten haben und sich dadurch mit den eigenen Erfahrungen gegenseitig unterstützen", sagt Dr. Caby. Thematische Schwerpunkte werden sein: Krisenmanagement und Sprechstunden für die Bereiche Diabetes, Essstörungen und ADHS. In diesem Zusammenhang betonte der neue Klinikdirektor, sehr intensiv mit dem sich ebenfalls am Klinikum befindlichen Märkischen Kinderschutzzentrum zusammenarbeiten zu wollen.

Apropos Zusammenarbeit: Dr. Caby will in den nächsten Wochen und Monaten viele ihm wichtige Einrichtungen kontaktieren. "Ich werde die Jugendämter einladen, mich mit den Schulen zusammensetzen, um zu prüfen, wie aus deren Sicht die kinder- und jugendpsychiatrische Versorgung im Kreis verbessert werden kann. Und ich werde den Kontakt mit den Beratungsstellen intensivieren. Hier geht es schließlich um das Wohl unserer kleinen und größeren Patienten."

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