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19.02.2019, Lüdenscheid

Klinikum Lüdenscheid ist zertifiziertes regionales Traumazentrum

Wenn ein schwerer Unfall passiert, können Sekunden für den oder die Verletzten entscheidend sein - Mit der Zertifizierung des Klinikum Lüdenscheid als Regionales TraumaZentrum durch die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) wurde nun offiziell bestätigt, dass sich schwerverletzte Patienten aus Lüdenscheid und Umgebung im Notfall auf eine schnelle und qualifizierte Versorgung durch die Ärzte des Klinikums verlassen können. Neben der fachlichen Kompetenz bietet das Klinikum mit strukturierten Ablaufplänen, speziell geschultem Personal und exzellenten Ausstattung an medizinischen Geräten, alle notwendigen Ressourcen, um schwer- und mehrfachverletzte Patienten rund um die Uhr bestmöglich zu behandeln und somit die Überlebenschancen zu steigern.

"Wir freuen uns sehr darüber, dass unser hoher Standard in der Versorgung schwerverletzter Personen mit der Zertifizierung als Regionales TraumaZentrum honoriert wurde", erklärt Dr. Thorsten Kehe, Vorsitzender der Geschäftsführung der Märkischen Kliniken und richtet seinen herzlichsten Dank an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zu diesem Erfolg beigetragen haben. Ganz besonders hebt er dabei Dr. Michael Klein, Direktor der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Spezielle Unfallchirurgie, und Prof. Dr. Dr. Thomas Uhlig, Direktor der Klinik für Anästhesie, Operative Intensivmedizin, Schmerztherapie und Rettungswesen, hervor. Die beiden Klinikdirektoren haben im vergangenen Jahr mit großem Engagement die Vorbereitungen für die Zertifizierung vorangetrieben und konnten das externe Audit erfolgreich abschließen.

Geprüft wurde beim Audit unter anderem, ob eine Hubschrauberlandeplatz beim Klinikum vorhanden ist, ob die Teamleader des Schockraums sogenannte Advanced-Trauma-Life-Support-(ATLS-)Schulungen durchlaufen haben und ob die Möglichkeit einer 24-Stunden Versorgung durch die Klinik für Unfallchirurgie besteht. Auch müssen Abläufe im Schockraum fest definiert sein, damit gerade unter größtem Zeitdruck die Patientenversorgung geordnet und strukturiert ablaufen kann. Dr. Michael Klein schilderte: "Wenn der Anruf der Feuerwehr kommt, beginnt im Klinikum ein geregelter Ablauf. Innerhalb von 20 Minuten muss ein Schwerverletzter seine komplette Diagnostik erhalten haben." Dafür ist auch eine eingespielte Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Fachabteilungen unerlässlich. So wurde bei der Zertifizierung gerade im Hinblick auf Polytraumatisierte, also Patienten mit mehrfachen Verletzungen in verschiedenen Körperregionen, überprüft, ob Meldeketten über die Abteilungsgrenzen der verschiedenen Fachbereiche hinweg, im Notfall reibungslos funktionieren.

"Nachdem nun alle notwendigen Voraussetzungen für die erfolgreiche Zertifizierung geschaffen wurden, heißt es für uns dranbleiben, damit wir das Zertifikat auch zukünftig behalten dürfen", betont Prof. Dr. Dr. Thomas Uhlig. Denn nur wenn alle Abläufe auch weiterhin so strukturiert und reibungslos funktionieren, wird das Klinikum Lüdenscheid dauerhaft regionales TraumaZentrum bleiben.

Doch nicht nur in akuten Fällen, sondern auch auf lange Sicht, trägt das Klinikum Lüdenscheid als Regionales TraumaZentrum zu einer Verbesserung der Versorgungsqualität von Schwerverletzten bei. So werden die erhobenen Patientendaten anonymisiert und nach Einwilligung der Betroffenen in das TraumaRegister DGU, eines der größten Schwerverletztenregister weltweit, eingegeben. Dieses verwendet die Daten als Hilfsmittel zur Qualitätssicherung und Forschungsgrundlage für wissenschaftliche Arbeiten.

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