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05.09.2016, Lüdenscheid

Ein Tag wie im Sommermärchen

Gesundheit ist im Klinikum Lüdenscheid Herzenssache, davon überzeugte nicht nur das Team der kardiologischen Klinik am Tag der offenen Tür – sondern alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie befreundete Einrichtungen und Träger, die zum Gelingen dieses großen Events beigetragen haben. Und selbstverständlich die Tausende von Besuchern, die sich in spannenden Kurzvorträgen informiert, die Info-Stände besucht und bei den zahlreichen Aktionen der Kliniken und Einrichtungen zu medizinischen Themen mitgemacht haben.

(Spät-)Sommer, Sonnenschein und gute Laune, besser konnte es nicht sein. Der Start in die große Feier zum 30. Geburtstag des Haupthauses war dann auch nicht zu überhören - der Fanfarenzug 1960 Meinerzhagen e.V. zog mit großem Tam-Tam die Paulmannshöher Straße herunter und machte musizierend vor dem Haupthaus des Klinikums Halt. Zur offiziellen Eröffnung und Begrüßung der Gäste sprachen Dr. Thorsten Kehe, Vorsitzender der Geschäftsführung der Märkischen Kliniken, Detlef Seidel, Aufsichtsratsvorsitzender, Bürgermeister Dieter Dzewas und Landrat Thomas Gemke Grußworte und beleuchteten die Geschichte des Klinikums.

Als anschließend auf der Außenbühne das unterhaltsame und abwechslungsreiche Programm mit einer Choreographie des griechischen Folkloretanzvereins Thrakien e.V. Lüdenscheid und spannenden Interviews an den Start ging, waren bereits unzählige Besucher rund um das Haupthaus unterwegs. An verschiedenen Ständen, dem Eiswagen und den Foodtrucks wurde für das leibliche Wohl gesorgt. Auf der Blaulichtmeile informierten sich die Besucher über die Arbeit der Feuerwehr, der Johanniter oder des DRK und bewunderten die historischen Fahrzeuge der Feuerwehr. Auf den Grünanlagen im Klinik-Park und im Untergeschoss boten das Familienzentrum Hellersen, der Förderverein Kinderklinik Lüdenscheid e.V. sowie das Märkische Kinderschutz-Zentrum Spaßaktionen für die kleinen Gäste an. Die Hüpfburg, das Kinderschminken und viele Spielangebote" sorgen für jede Menge Unterhaltung. Auf dem Bolzplatz können die Kinder echten Footballern zuschauen und auch selbst den Ball in die Hand nehmen oder sich auf dem Rücken der Ponys herumführen lassen.

Große Augen gab es, als der Hubschrauber der Johanniter Luftrettung landete und für die Zeit des Festes zur Besichtigung bereit stand. Trauben von Menschen umlagerten fortan den Helikopter und das Johanniter-Team, das unermüdlich Fragen beantwortete und Informationen um das Thema Luftrettung parat hatte.

Im Inneren des Jubiläums-Hauses ging es unter vielem anderen um chirurgische Kompetenz: Hier wurden Demonstrationen der Schlüssellochchirurgie präsentiert – allerdings waren am Samstag lediglich Gummibärchen, die sich einer OP unterzogen. Im Bereich der Pneumologie durften Besucher die Funktion ihrer Lunge überprüfen lassen oder begaben sich auf eine filmische „Reise durch die Bronchien". Spannend war es für viele auch, bei der Laserung von Schnitzeln und Äpfeln zuzusehen, die anschaulich gewebeschonende Operationsmethoden bei Tumoren der Prostata, Blase und Niere demonstrierten.

Hand aufs Herz: Wer kennt sich schon aus, mit dem Motor des Lebens, dem unglaublich intelligenten System mit Ventilen, Vorhöfen und Kammern? Beim Tag der offenen Tür erfuhren Interessierte in der Klinik für Kardiologie darüber viel Wissenswertes. Die Herzkatheterlabore konnten dabei genauso unter die Lupe genommen werden wie Generationen von Herzschrittmachern, die den Fortschritt der Medizintechnik deutlich machten. Tiefe Einblicke gab es auch bei den Führungen durch das Institut für Pathologie, die mit den Klischees aus TV-Krimis aufräumten. Wie arbeitet ein Rechtsmediziner, wie ein Pathologe? Anders als der Rechtmediziner aus dem Tatort werden in der Pathologie - häufig im Rahmen chirurgischer Eingriffe – dem Körper entnommenes Gewebe minutiös histologisch untersucht und analysiert.

Bei Blutzuckermessungen am Stand des Labors Wahl, bei Gefäß- und Schilddrüsen-Ultraschall am Stand der Neurologie und im und rund um den knallroten Schlaganfallbus gab es individuelle Informationen zur eigenen Gesundheit. Ernährungsberater gaben am Stand der AOK und der Diabetesberatung des Klinikums hilfreiche Tipps zur richtigen Ernährung. Die Brustschwestern der Frauenklinik zeigten interessierten Frauen anhand von Brustmodellen, wie man mit einfachen Techniken die Brust selbst untersuchen kann; die Selbsthilfehilfegruppe bei Brustkrebs zeigte Hilfemöglichkeiten für Patientinnen auf.

Die Jüngsten konnten die Teddyklinik besuchen sein und ihre Kuscheltiere zum Röntgen mitbringen. Jugendliche, die sich für eine Ausbildung im Bereich der Pflege interessieren, erhielten am Ständen der Krankenpflegeschule und der Personalabteilung nützliche Informationen zu den Berufsbildern und zu den Bewerbungsverfahren.

Das Team der Pflege hatte es sich indes auf die Fahnen geschrieben die besonderen Angebote für ältere Patienten vorzustellen. Einer der Anziehungspunkte war auch der Alterssimulationsanzug: Jeder, der ihn überstreifte, machte eindrucksvolle Erfahrungen mit dem biologischen Alterungsprozess und den damit verbundenen Besonderheiten des Alters. Außerdem wurden interessante Stände rund um die Themen Pflege, Hygiene und Patientensicherheit angeboten. Viele Gäste jeden Alters nutzten die Gelegenheit, in der Demenzstube Rast zu machen. Dort gab es neben leckeren Kostproben altersgerechter Speisen auch jede Menge Wissenswertes über die demenzsensible Versorgung im Klinikum Lüdenscheid. Von dort aus steuerten Besucher die Live Cooking Arena in der Cafeteria an, wo sie mit kleinen Köstlichkeiten des Service Teams verwöhnt wurden.

Endoskopie Gummibärchen
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