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Zentrale Notaufnahme

Informationen zu Corona

Derzeit sind keine Besuche möglich.

Ausnahmen sind in begründeten Einzelfällen und ausschließlich mit ärztlicher/pflegerischer Vereinbarung möglich.

Wenn Sie für einen Patienten etwas abgeben möchten, dass er dringend benötigt (z.B. Wäsche), wenden Sie sich bitte an unsere Mitarbeiter am Seiteneingang des Hauptgebäudes.

Der Haupteingang bleibt täglich von 21:00-5:15 Uhr verschlossen! In medizinisch dringenden Fällen haben Sie Zugang über die Zentrale Notaufnahme (ZNA). Links vor dem Hauptgebäude führt eine Treppe hinunter zum Eingang der ZNA.

Wichtige Telefonnummern:

Gesundheitsamt des Märkischen Kreises: 02352 9667272 (werktags 7.30 - 18.00 Uhr)
Hotline kassenärztliche Vereinigung 116117

Tagesaktuelle Informationen und weiter Hinweise finden Sie hier:

www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html

https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Liste.html

www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html

www.mags.nrw/coronavirus

Für Besucher und Patienten:

Antworten auf häufig gestellte Fragen

Was ist das neue Corona-Virus?

Sars-CoV-2 ist die offizielle Bezeichnung für das neue Virus. Der zunächst 2019-nCoV genannte Erreger tauchte erstmals in China auf und gehört zu den Coronaviren.

Welche Symptome ruft das Corona-Virus hervor?

Meistens sind es leichte, unspezifische Symptome wie Abgeschlagenheit, Kopf und Gliederschmerzen, Husten und manchmal auch Fieber, die auf eine Infektion mit dem Corona Virus hinweisen können. Manche Betroffene leiden auch unter Durchfällen. Aber nicht hinter jedem Husten sollte eine Corona-Infektion vermutet werden.

Wie gefährlich ist das Corona-Virus wirklich?

Infektionen mit dem Corona-Virus verlaufen sehr unterschiedlich. Eine sichere Prognose kann man derzeit noch nicht abgeben, da umfangreiche Erfahrungswerte fehlen. Es lässt sich daher nicht sagen, wie sich die Erkrankungszahlen in Deutschland entwickeln werden. Bislang hat der überwiegende Teil der Patienten keine bis wenige Symptome und muss nicht im Krankenhaus behandelt werden. Das Virus kann auch eine schwere Lungenerkrankung (genannt Covid-19) auslösen. Das Robert Koch-Institut (RKI) stuft die Risikoeinschätzung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland als "mäßig" ein.

Bin ich durch das Corona-Virus gefährdet?

Bei vielen nimmt die Infektion einen eher harmlosen Verlauf, nur wenige Patienten erkranken schwer oder sterben gar daran. Wie eine Infektion verläuft, hängt aber grundsätzlich davon ab, wie gesund ein Patient vor der Ansteckung war und wie alt er ist.

Was ist über COVID-19 bei Kindern und Schwangeren bekannt?

Bisherigen Daten zufolge ist die Symptomatik von COVID-19 bei Kindern deutlich geringer ausgeprägt ist als bei Erwachsenen. Zum tatsächlichen Beitrag von Kindern und Jugendlichen an der Transmission in der Bevölkerung liegen keine Daten vor. Aufgrund der hohen Kontagiosität des Virus und dem engen Kontakt zwischen Kindern und Jugendlichen untereinander erscheint es jedoch plausibel, dass Transmissionen stattfinden.

Schwangere scheinen der WHO und deren Daten aus China zufolge kein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf zu haben. Es gibt bislang keine Hinweise darauf, dass COVID-19 auf das Kind im Mutterleib übertragbar ist. Eine Übertragung auf das neugeborene Kind ist über den engen Kontakt und eine Tröpfcheninfektion möglich, bisher gibt es jedoch keine Nachweise von SARS-CoV-2 in der Muttermilch. Die Datenlage ist derzeit aber noch nicht ausreichend, um diese und andere Fragen zu COVID-19 in der Schwangerschaft sicher zu beantworten.

Stand: 16.03.2020 (RKI)

Wie kann das Virus übertragen werden?

Corona ist eine Tröpfchen-Infektion, die von Mensch zu Mensch über die Schleimhäute und Atemwege. Erkrankte können das Virus zum Beispiel beim Husten verteilen. Indirekt kann das Virus auch über die Hände übertragen werden, sofern diese mit Mund und Schleimhäuten in Kontakt kommen.

Wie kann ich mich vor einer Infektion schützen?

80 Prozent aller Infektionskrankheiten werden über die Hände verbreitet. Daher ist eine gute Hände-Hygiene in jedem Fall bei jeder Art von infektiösen Erkrankungen ein wirksamer Schutz vor Ansteckung. Waschen Sie mindestens 20 Sekunden lang Ihre Hände - auch zwischen den Fingern. Eine Eselsbrücke können wir Ihnen an die Hand geben: Singen Sie zweimal in Gedanken "Happy Birthday", dann haben sie 20 Sekunden geschafft.

Außerdem möchten wir an dieser Stelle jedem die sog. "Husten-Nies-Etikette" ans Herz legen. Ganz einfach gesagt, bedeutet dies, sich beim Husten oder Niesen nicht die Hände vors Gesicht zu halten, sondern sich von Umstehenden abzuwenden und in die Armbeuge zu niesen oder zu husten. Verwenden Sie Einmaltaschentücher und entsorgen Sie diese sofort nach Gebrauch. Anschließend erneut Hände waschen.

Bitte halten Sie außerdem ein bis zwei Meter Abstand zu Erkrankten und meiden Sie Menschenansammlungen. Generell sollten Menschen, die Atemwegssymptome haben, zu Hause bleiben.



Schützen Atemmasken in der Öffentlichkeit vor einer Infektion?

Um sich als Gesunder vor dem Virus zu schützen, ist es nicht sinnvoll, prophylaktisch eine Mundnasenmaske zu tragen. Es gibt keinen hinreichenden Beweis dafür, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes das Risiko einer Ansteckung für eine gesunde Person signifikant verringert. Nach Angaben der WHO kann das Tragen einer Maske in Situationen, in denen dies nicht empfohlen ist, ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen, durch das zentrale Hygienemaßnamen wie eine gute Händehygiene vernachlässigt werden können.

Wenn aber erkrankte Personen Atemmasken tragen, so senkt dies durchaus das Risiko, Personen in ihrer Umgebung über Tröpfchen anzustecken. Für die optimale Wirksamkeit ist es wichtig, dass der Mund-Nasen-Schutz korrekt sitzt (d.h. eng anliegend getragen wird) und bei Durchfeuchtung gewechselt wird.


Wie lange dauert die Inkubationszeit?

Wir gehen von einer Inkubationszeit von bis zu 14 Tagen aus. Während dieser Zeit können infizierte Personen ansteckend sein.

Wann muss ich mich testen lassen?

Das Robert Koch-Institut empfiehlt Menschen, die Symptome aufweisen und die sich vorher in einem Risikogebiet aufgehalten haben, in dem Covid-19-Fälle vorkamen, einen Arzt anzurufen. Empfohlen wird, sich beim kassenärztlichen Notdienst unter der Rufnummer 116 117 zu melden. In Fällen, bei denen eine Infektion mit dem neuen Coronavirus vermutet wird, rät der Arzt dem Patienten dazu, Kontakt zu anderen Personen zu meiden. Wer Kontakt zu einem nachweislich Infizierten hatte, sollte das zuständige Gesundheitsamt anrufen. Bitte suchen Sie nicht unangemeldet eine Arztpraxis oder ein Krankenhaus auf, da Sie andere Menschen infizieren könnten.

Wie wird getestet, ob man das Virus hat?

Es wird einen Abstrich mit einem Tupfer tief im Rachen vorgenommen. Das Ergebnis dieses Tests bekommt man in aller Regel innerhalb von 24 Stunden.

Wo kann ich mich testen lassen?

Das Gesundheitsamt oder ihr Hausarzt legen fest, ob sie getestet werden müssen und geben Ihnen direkt auch die Info, wo in ihrer Nähe dies möglich ist.

Ist ein Test bei Personen ohne jedes Krankheitszeichen sinnvoll?

Eine Labordiagnose sollte nur bei Krankheitszeichen durchgeführt werden zur Klärung der Ursache. Wenn man gesund ist, sagt ein Test auf COVID-19 nichts darüber aus, ob man krank werden kann. Zudem würden damit die Testkapazitäten unnötig belastet.

Stand: 16.03.2020 (RKI)

Kann man sich gegen COVID-19 impfen lassen?

Momentan steht kein Impfstoff zur Verfügung, der vor einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus  schützt. Weltweit wird intensiv an solchen Impfstoffen gearbeitet. Wann ein Impfstoff zum Schutz vor COVID-19 verfügbar sein wird, ist derzeit noch nicht zu sagen.

Während der aktuellen COVID-19-Pandemie wird das Gesundheitssystem stark belastet. Es ist daher wichtig, einen möglichst guten allgemeinen Gesundheitszustand in der Bevölkerung zu erhalten, damit möglichst wenig zusätzliche ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden muss. Ein umfassender Impfschutz gemäß der aktuellen STIKO Empfehlungen kann dazu beitragen. Es ist daher sinnvoll den Impfstatus zu überprüfen und ggf. versäumte Impfungen nachzuholen. Dies gilt besonders für Impfungen, die vor Infektionen der Atmungsorgane schützen, sowie allgemein für verletzungsgefährdete Personengruppen (siehe auch „Was bringt die Pneumokokken-Impfung in der aktuellen COVID-19-Pandemie?“).

Bei Arztkontakten zur Inanspruchnahme dieser empfohlenen Impfungen sollte vorher telefonisch geklärt werden, dass der Praxisbesuch ohne Kontakt zu Patienten mit Symptomen eines respiratorischen Infekts stattfinden kann und ob Impfstoff verfügbar ist.


Stand: 16.03.2020 (RKI)

Welche Behandlungsmöglichkeiten stehen für das neuartige Coronavirus zur Verfügung?

Nicht alle Erkrankungen nach Infektion mit dem neuartigen Coronavirus verlaufen schwer, auch bei den meisten in China berichteten Fällen war der Krankheitsverlauf mild. Im Zentrum der Behandlung der Infektion stehen die optimalen unterstützenden Maßnahmen entsprechend der Schwere des Krankheitsbildes (z.B. Sauerstoffgabe, Ausgleich des Flüssigkeitshaushaltes, ggf. Antibiotikagabe zur Behandlung von bakteriellen Alternativ-/Begleitinfektionen) sowie die Behandlung von relevanten Grunderkrankungen. Eine spezifische, d.h. gegen das neuartige Coronavirus selbst gerichtete Therapie steht derzeit noch nicht zur Verfügung.

Welchen Zweck hat eine Quarantäne?

Eine weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Deutschland soll so weit wie möglich verlangsamt werden. Hierfür ist es notwendig, die Kontaktpersonen von labordiagnostisch bestätigten Infektionsfällen zu identifizieren und – je nach individuellem Infektionsrisiko – ihren Gesundheitszustand für die maximale Dauer der Inkubationszeit (14 Tage) zu beobachten, wenn geboten auch in häuslicher Quarantäne. Das RKI gibt Empfehlungen zum Management von Kontaktpersonen, die durch das zuständige Gesundheitsamt unter Berücksichtigung der angestrebten Schutzziele an die Situation vor Ort angepasst werden können.

Das Gesundheitsamt legt im Einzelfall das konkrete Vorgehen für Kontaktpersonen fest. Zu den Empfehlungen des Gesundheitsamtes kann gehören, zu Hause zu bleiben, Abstand von Dritten zu halten, regelmäßige Händehygiene sowie eine gute Belüftung der Wohn- und Schlafräume zu achten und Haushaltsgegenstände (Geschirr, Wäsche, etc.) nicht mit Dritten zu teilen, ohne diese zuvor wie üblich zu waschen. Wenn die Möglichkeit besteht, sollte ein eigenes Badezimmer genutzt werde. Hygieneartikel sollten nicht geteilt werden und die Wäsche sollte regelmäßig und gründlich (übliche Waschverfahren) gewaschen werden. Es ist wichtig, die Husten- und Niesregeln einzuhalten. Für Sekrete aus den Atemwegen empfiehlt sich die Verwendung von Einwegtüchern.

Angehörige können die Kontaktperson im Alltag z.B. durch Einkäufe unterstützen. Enger Körperkontakt sollte vermieden werden. Auch können sie helfen, indem sie für gute Belüftung der Wohn- und Schlafräume sorgen und auf regelmäßige Händehygiene achten. Kontaktoberflächen wie Tisch oder Türklinken sollten regelmäßig mit Haushaltsreiniger gereinigt werden.

Stand: 16.03.2020 (RKI)

Wer entscheidet über eine Quarantäne?

Ob bei einem Verdacht auf Corona ein Patient in Quarantäne muss, entscheidet der Amtsarzt des Gesundheitsamtes.

Wann muss man in Quarantäne?

Wenn ein hohes Risiko besteht, dass man sich angesteckt hat:

  • wenn man innerhalb der letzten zwei Wochen engen Kontakt zu einem Erkrankten mit einer laborbestätigten COVID-19-Diagnose hatte. Ein wirklich enger Kontakt bedeutet entweder, dass man mindestens 15 Minuten mit dem Erkrankten gesprochen hat bzw. angehustet oder angeniest worden ist, während dieser ansteckend gewesen ist.
  • immer, wenn das Gesundheitsamt dies anordnet.


Nicht in Quarantäne muss man, wenn man

  • innerhalb der letzten zwei Wochen im gleichen Raum mit einem Erkrankten mit einer COVID-19 Diagnose war, ohne einen engen Kontakt, oder
  • in einem Gebiet mit steigenden Fallzahlen von COVID-19 war,

da dann ein geringeres Risiko besteht, sich angesteckt zu haben.

Wer mit Menschen mit Vorerkrankungen arbeitet (Krankenhaus, Altenpflege etc.), sollte aber in jedem Fall seinen Betriebsarzt informieren. Und für alle gilt: tägliche Selbstkontrolle auf Krankheitszeichen. Falls Zeichen eines Atemwegsinfekts auftreten: siehe „Soll man bei einer Atemwegserkrankung einen Test veranlassen, auch wenn es nur leichte Symptome sind (Husten, Niesen, Halsschmerzen etc.)?“ Wenn jemand in der Familie, im Freundes- oder Bekanntenkreis Kontakt zu einem im Labor bestätigten COVID-19-Patienten hatte, selbst aber völlig gesund ist, muss man nicht in Quarantäne. Dann ist man selbst keine Kontaktperson, hat kein erhöhtes Risiko für eine COVID-19-Erkrankung und kann auch niemanden anstecken. Wenn man selbst Krankheitszeichen einer Atemwegserkrankung hat, solle man sich aber testen lassen.


Stand: 16.03.2020 (RKI)

Wie lange dauert eine Quarantäne?

Da die Inkubationszeit eine Infektion mit dem Corona-Virus mindestens 14 Tage beträgt, muss auch die Quarantäne nach Feststellung einer Infektion mindestens so lange andauern. Über die Aufhebung entscheidet das Gesundheitsamt.

Wann kann eine Isolation bei nachgewiesenem Virus aufgehoben werden?

Frühestens zehn Tage nach Symptombeginn kann eine Isolation oder Quarantäne beendet werden. Der Patient muss zudem mindestens 48 Stunden Fieber frei sein. Hat ein Patient nachgewiesenermaßen einen Corona Virus, muss er mindestens 24 Stunden Symptom frei sein. Außerdem müssen zwei Abstriche im Abstand von 24 Stunden ein negatives Ergebnis zeigen.

Brauche ich zu Hause Desinfektionsmittel?

Nein, eine gründliche Reinigung mit Wasser und Seife ist nicht nur bei Händen sondern auch für Oberflächen völlig ausreichend.

Wie lange kann das Virus auf Oberflächen überleben?

Aktuell geht man davon aus, dass das Virus auf Oberflächen 8-10 Stunden überleben kann. Abhängig ist dies aber im Einzelfall von der Temperatur, der Luftfeuchtigkeit und der UV-Einstrahlung. Eine Übertragung über Oberflächen, die kurz zuvor mit Viren kontaminiert wurden, ist also grundsätzlich möglich.