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Klinik für Neurologie

Fortbildung

Curriculum für Weiterbildungsassistenten in der Neurologie
Wir freuen uns, dass wir als Akademisches Lehrkrankenhaus der Friedrich Wilhelm Universität Bonn zur Ausbildung in der Neurologie beitragen können. Studenten, die sich für das PJ am Klinikum Lüdenscheid interessieren, finden weitere allgemeine und spezielle Infos zur Ausbildung in der Klinik für Neurologie hier.

Die Klinik für Neurologie hat aktuell 55 Betten, die von zehn Assistenten, drei Oberärzten und dem Klinikdirektor betreut werden. Zudem sind ein Neuropsychologe, eine Fachschwester für Multiple Sklerose sowie eine Arztassistenz (Entlastenden Versorgungsassistentin mit Schwerpunkt Schlaganfall) tätig. In wechselnder Anzahl absolvieren Studenten im Praktischen Jahr hier Ihr Wahltertial.

Die Abteilung verfügt über eine Ambulanzzulassung, eine Normalstation mit 42 Betten, eine Kurzliegerstation mit vier Betten, eine Stroke Unit mit 8 Betten und eine flexible Anzahl von Betten auf der Aufnahmestation (Ultrakurzlieger) und auf der zentralen Intensivstation. Eine Neurochirurgie haben wir nicht am Haus, kleinere Eingriffe (Hirndrucksonden, Baclofenpumpen-Implantation, Biopsien, Trepanationen bei Sub-/Epiduralhämatom oder malignem Mediainfarkt) werden konsiliarisch durchgeführt und von Kollegen der Neurochirurgie mitbetreut (was wir sehr schätzen).

Die Weiterbildung zum Facharzt für Neurologie ist auf fünf Jahre ausgelegt. Sie beinhaltet auch eine einjährige Weiterbildungszeit in der Psychiatrie, zu der ein sehr guter Kontakt besteht. Durch die Vielfältigkeit der neurologischen Krankheitsbilder ist eine solide Grundausbildung gewährleistet. Der Leiter der Abteilung hat die Weiterbildungsermächtigung für vier Jahre Neurologie.

In der Weiterbildungszeit werden folgende Fortbildungseinheiten belegt:

  1. Einführungswoche im Ambulanzbereich
  2. Normalstation/Kurzliegerstation
    Auf der Normal- und Kurzliegerstation lernen Sie die neurologischen Krankheitsbilder und deren Behandlungsroutinen kennen. Ziel ist es hier unter anderem, Sie im Umgang mit dem Patienten zu schulen, dessen Probleme und Symptome zu erkennen, die adäquaten Untersuchungsmethoden zu wählen und auszuwerten und die Kommunikation mit Patienten, Angehörigen und Pflegepersonal zu gestalten. Für eine Vielzahl von Prozessen sind Standards hinterlegt, so dass wesentliche Tätigkeiten zügig erlernbar und anwendbar sind. Die elektrophysiologischen Untersuchungsmethoden (EEG, evozierte Potentiale, Neurographie und EMG) sind die hier begleitend zu erlernenden Verfahren. Sie werden in Theorie und Praxis über vom Haus und der Abteilung unterstützte Kurse Ihre Kenntnisse vertiefen.

  3. Intensivstation
    Hier erarbeiten Sie sich, unter der Supervision der Ltd. Oberärztin, die intensivmedizinischen Verfahren zur (Akut-) Versorgung von Patienten mit neurologischen Krankheitsbildern. Die Kooperation mit den Anästhesisten/Internisten ermöglicht eine umfassende Ausbildung.  Zentral im Vordergrund steht die Weiterbildung in der Doppler und Duplexsonographie. Auch das Erlernen der Intubation, der Beatmungstechnik, das Legen von Zugängen (u.a. ZVK, art. Zugänge, Drainagen) und die Hirntoddiagnostik sind Teil der Weiterbildung. Die Weiterbildung zur Fachkunde Rettungsdienst wird angeboten.

  4. Stroke Unit

  5. Zentrale Aufnahme/Aufnahmezimmer/Ambulanz
    Das verantwortungsbewusste und fachkompetente Handeln steht im Vordergrund. An vorderster „Front“ entscheiden Sie als Erster über die notwendigen diagnostischen Maßnahmen, stellen Diagnosen und legen Therapieregime fest. Ein erfahrener Hintergrund steht Ihnen hierbei zur Seite.

Das fünfte Jahr der Ausbildung können Sie in der hiesigen Psychiatrie (CA PD Dr. Bottlender) absolvieren. Wir kooperieren mit dieser Abteilung seit Jahren sehr erfolgreich. Wollen Sie Facharzt für Psychiatrie (oder Psychiatrie und Neurologie) werden, können Sie in Ihrem Weiterbildungsjahr für die Neurologie zu uns kommen. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf.
 

Wie sieht der Stationsalltag aus?

  • Morgens 8.00 Uhr findet die Frühbesprechung statt. Hier werden die Ereignisse der Nacht und die Neuaufnahmen besprochen.
  • Montags, Mittwochs und Freitags werden in der Röntgenbesprechungen (fachlich geführte Doppelprojektionen per Beamer) die MRT, CT und Röntgenbilder analysiert.
  • Dienstags führen wir die interne Weiterbildung durch (8.30 bis 9.00Uhr „Hands-on“ Fortbildung, CMI-zertifiziert).
  • Donnerstags nach der Besprechung sind meist interne Themen zu ventilieren (Betriebszahlen, Kenngrößen, Standards, aktuelle Themen).
  • Die Visitenzeiten sind festgelegt, OA-Visiten und CA-Visiten finden in geregeltem Rahmen statt.
  • Wir pflegen eine intensive Kommunikation untereinander und mit den anderen Abteilungen. Relevante Probleme werden zeitnah, kollegial und schnell gelöst.

Dienste

  • In der Neurologie wird im Schichtdienstsystem gearbeitet.
  • Mit 10 Assistenzärzten sind Früh-, Spät- und Nachtschicht sowie ein Strokedienst abzudecken.
  • Die Frühschicht geht von 8.00 bis 16.30 Uhr, der Spätdienst von 15.30 bis 23.30 Uhr, der Strokedienst von 12.30 bis 20.00 Uhr und der Nachtdienst von 23.30 bis 8.30 Uhr.
    Wochenenddienste sind von 8.00 bis 20.30 Uhr, Nachtdienste am Wochenende von 20.00 bis 8.30 Uhr zu absolvieren. 

Vergütung

  • Die Vergütung erfolgt nach festgeschriebenem Ärztetarif (entsprechend Marburger Bund Tarif).
  • Notwendige Überstunden werden nach Absprache angesammelt (→ Überstundenfrei) oder ausbezahlt.
  • Es besteht eine interne und eine konzern-geregelte Poolbeteiligung
  • Über Gutachtentätigkeit und interne Aufgaben sind Möglichkeiten gegeben, noch zusätzliche Gelder im Rahmen der FA-Ausbildung zu erwerben.

Varia

  • Die Kodierung der Diagnosen und Prozeduren wird von einer Kodierfachkraft übernommen
  • Die Briefschreibung ist zu weiten Teilen durch eine elektronische Patientenakte vereinfacht, die Patienten erhalten Ihre Briefe am Tag der Entlassung, es gibt keine Akten in den Arztzimmern.
  • Die sozialmedizinischen Aspekte (Reha-Anmeldung, Kommunikation mit den KK, Hilfsmittelversorgung, u.ä.) werden weitestgehend vom Case Management übernommen
  • Die regulären Blutentnahmen werden durch die Pflege übernommen
  • Die meisten gängigen Prozeduren sind durch SOPs (Handlungsstandards) festgehalten
  • Als Lehrkrankenhaus der Universität Bonn haben wir Zugang zur Universitätsbibliothek und somit zur internationalen Fachliteratur.
  • Gängige deutschsprachige Fachzeitschriften liegen in der Ambulanz aus.

Im Rahmen der Weiterbildung ist der Mitarbeiter/in zum Führen des Logbuches verpflichtet (herunterzuladen auf der ÄKWL-Homepage). Mindestens alle zwölf Monate findet ein Logbuchgespräch mit dem Klinikdirektor statt.