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Schule für Medizinisch-Technische Radiologieassistenten

Berufsbild

Der Beruf der Medizinisch-technischen Radiologieassistenten*innen gehört zu den Gesundheitsfachberufen, die man in Deutschland nur mit einer Berufserlaubnis ausüben darf.
MTRA sind, neben Ärzten*innen mit Fachkunde, die einzige Berufsgruppe, die ionisierende Strahlung selbstständig am Menschen anwenden darf.

Die Aufgaben unterteilen sich in 4 Fachgebiete:

Radiologische Diagnostik und andere bildgebende Verfahren

In diesem Bereich sind ca. 85% der Berufsangehörigen tätig. Hier fertigen MTRA Untersuchungsbilder an, mit denen Ärzte*innen diagnostische Befunde zur Behandlung und Therapie von Erkrankungen stellen. Dazu gehören das konventionelle Röntgen und die Durchleuchtung mit Röntgenstrahlen, Computertomografie (CT), Magnetresonanztomografie (MRT) und die Angiografie (das Einbringen von dünnen Schläuchen in die Blutgefäße, um bspw. Einen Schlaganfall zu behandeln).
Neben der selbstständigen Untersuchungsdurchführung gehört die technische Qualitätskontrolle zu den Vorbehaltstätigkeiten von MTRA. Das bedeutet, dass MTRA entscheiden müssen, ob Ärzte*innen die angefertigten Bilder für die Fragestellung überhaupt verwerten können.
Ohne eine Radiologie kann kein Krankenhaus funktionieren. Woher sollen Chirurgen bspw. wissen, wo genau sich ein Knochenbruch befindet und sie operieren müssen?

Strahlentherapie

In diesem medizinischen Fachgebiet werden vor allem bösartige Tumorerkrankungen mittels ionisierender Strahlung behandelt. MTRA unterstützen Ärzte*innen und Physiker*innen hier bei der Planung der Therapie und sind selbstständig für die korrekte Durchführung und Qualität der Bestrahlung verantwortlich.

Nuklearmedizin

In der Nuklearmedizin werden Patienten*innen mittels schwach radioaktiver Stoffe untersucht oder therapiert. Dafür werden von den MTRA die sog. Radiopharmaka (radioaktive Medikamente) vorbereitet und den Patienten*innen appliziert. Diese Medikamente lagern sich dann in bestimmten Organen an und können so von den sog. Gammakameras aufgefangen werden, um daraus Bilder zu erzeugen.
Wie in der Radiologie sind hier die MTRA für die selbstständige Untersuchungsdurchführung und Bearbeitung der Bilder zur Befundung sowie deren technischer Qualitätskontrolle zuständig.

Dosimetrie und Strahlenschutz

Dieses Fachgebiet wird selten "allein" ausgeführt, sondern zieht sich durch die 3 o.g. Fachgebiete.
MTRA erhalten mit der bestandenen Abschlussprüfung die Berufserlaubnis und die Fachkunde im Strahlenschutz.
Damit sind sie in der Lage den korrekten Strahlenschutz für Patienten*innen und Personal durchzuführen und die Qualität der technischen Anlagen zu überprüfen.
Bei korrekter Anwendung aller erlernten Maßnahmen besteht keine Gefahr durch die Strahlung für Personal und Patient*in.