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15.05.2017, Lüdenscheid

7. Infoveranstaltung zum „Tag des Schlaganfalls“ freute sich großer Beliebtheit

Rund 1000 Besucher – jung und alt -  tummelten sich am Mittwoch um die Experten und die mit reichlich Infomaterial bestückten Stehtische. Anlässlich des bundesweiten „Tags des Schlaganfalls“ informierte das Stroke-Unit Team der Klinik für Neurologie am Klinikum Lüdenscheid erstmals im Stern-Center Lüdenscheid über Symptomerkennung, Behandlungsmöglichkeiten, Risikofaktoren und Prävention.

Der Schlaganfall: für das Stroke-Unit Team der Klinik für Neurologie am Klinikum Lüdenscheid eine echte Herzensangelegenheit. Bereits zum siebten Mal gehen die Experten deshalb dorthin, wo sich die Menschen in und um Lüdenscheid ohnehin aufhalten, um aufzuklären und Ängste zu nehmen. Mit Erfolg, denn die Veranstaltung ist bei den Lüdenscheidern äußerst beliebt. „Oft rufen uns die Menschen einfach so an und fragen, wann wir denn das nächste Mal wieder in der Stadt sind“, freut sich Kornelia Hassel, entlastende Versorgungsassistentin (EVA) in der Klinik für Neurologie, über die positive Resonanz und die Dankbarkeit der Besucher. Das Stern-Center Lüdenscheid entpuppte sich dabei als idealer Ort für diese Veranstaltung. Viele unterbrachen gerne ihren Einkaufsbummel, um sich zu informieren oder die Blutdruck, -Blutzucker- oder Cholesterinwerte kostenlos messen zu lassen.

Mit viel Engagement und Leidenschaft hat sich ein Team von rund 12 Experten viel Zeit für die zahlreichen Besucher genommen, Gespräche geführt und Fragen beantwortet. Im Zentrum der Veranstaltung stand neben der Aufklärung vor allem auch die Sensibilisierung, denn im Falle eines Schlaganfalls gilt: jede Minute zählt. „Viele haben Scheu bei ersten Anzeichen den Notarzt zu rufen. Im Falle eines Falls kann der Griff zum Telefon allerdings entscheidend richtig sein. Denn je früher ein Patient behandelt wird, umso besser sind die Heilungschancen“, betont Barbro Balsjö-Sachse, Leitende Oberärztin der Klinik für Neurologie am Klinikum Lüdenscheid. Ein Schlaganfall ist tückisch. Er tut nicht weh und die Symptome sind vielfältig. Leider werden Anzeichen für diese Erkrankung immer noch viel zu häufig ignoriert. Deshalb drehte sich in diesem Jahr alles rund um die richtige Einschätzung und Erkennung von Symptomen. Lähmungen im Gesicht, Seh-, Sprech– und Koordinierungsstörungen sind beispielsweise ernst zu nehmende Anzeichen für einen Schlaganfall.

Neben häufig gestellten Fragen wie: „Woran erkenne ich eigentlich einen Schlaganfall? Und was muss ich dann tun?“ wollten viele Interessierte wissen, wie man präventiv tätig werden und mögliche Risikofaktoren vermeiden kann. „Eine ausgewogene Ernährung, ein gesunder Lebensstil sowie viel Bewegung sind beispielsweise effektive Faktoren zur Vorbeugung. Hohe Cholesterin,- Blutzucker und Blutdruckwerte sowie Rauchen hingegen erhöhen die Gefahr einen Schlaganfall zu erleiden“, weiß Barbro Balsjö-Sachse.

Unterstützt wurde das Stroke-Unit Team des Klinikums Lüdenscheid von dem Rettungsdienst des Märkischen Kreises, die neben einem Beatmungs- und EKG-Gerät auch eine Trage als Anschauungsmaterial mit im Gepäck hatten. Aber auch die Selbsthilfegruppe „Schlaganfall“ war mit von der Partie, stellte ihre Arbeit vor und konnte viele Besucher motivieren, nach einer Erkrankung neuen Mut zu fassen.

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