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10.04.2017, Werdohl

Im Stil der 50er Jahre – die geriatrische Station der Stadtklinik Werdohl feierte ihren ersten Geburtstag

Käse-Igel, Obstboden und Co. – auf eine kulinarische und musikalische Zeitreise zurück in die 50er-Jahre, ging es am Dienstagnachmittag für Patienten, Ärzte und Pfleger der geriatrischen Station (Altersmedizin) in der Stadtklinik Werdohl. Anlass für diesen fröhlichen Ausflug war kein geringerer als der erste Jahrestag der Geriatrie.

„Ganz Paris träumt von der Liebe“ – schallte es durch die mit bunten Luftschlangen, Luftballons und Wimpelketten dekorierten Flure. Und dabei wurde so mancher Mitarbeiter und Patient beim Mitsummen ertappt. Zum ersten Geburtstag der geriatrischen Station, unter der Leitung von Dr. Magdalene Aniol, wurde ganz im Stil der 50er Jahre gefeiert: Eine Zeit, in der die betagten Patienten der Geriatrie noch jung waren. Mit großen Augen wurden die dafür ausgewählten Bilder der damaligen Zeit betrachtet und ließen viele Erinnerungen an längst vergangene, aber niemals vergessene Tage, wach werden. „Wir freuen uns, dass heute vor einem Jahr aus einer anfänglichen Vision eine Realität geworden ist und wir besonders den älteren Patienten hier im Hause etwas Gutes tun können, auch über die Grenzen von Werdohl hinweg“, eröffnete Dr. Thorsten Kehe, Vorsitzender der Geschäftsführung der Märkischen Kliniken, die Geburtstagsfeier und bedankte sich bei allen Mitarbeitern für das tägliche Engagement.
 
Geschaffen wurde die Station, weil die Zahl der älteren Patienten in den Märkischen Kliniken steigt. Im vergangenen Jahr war rund die Hälfte der Patienten der Stadtklinik Werdohl über 70 Jahre alt. Hier setzt das Angebot einer geriatrischen Station an, die speziell auf die Bedürfnisse älterer Patienten zugeschnitten ist. So wurden 14 Einzelzimmer und 6 Doppelzimmer so gestaltet, dass sie genügend Platz bieten, damit die Patienten sich beispielsweise mit einem Rollator problemlos fortbewegen können. „Die Stadtklinik Werdohl ist als kleines und überschaubares Haus mit kurzen Wegen außerdem ein idealer Platz zum Genesen und Gesundwerden älterer Menschen“, weiß auch Dr. Magdalene Aniol, Klinikdirektorin der geriatrischen Station.

Behandelt werden Senioren im höheren Lebensalter (in der Regel älter als 70 Jahre) mit akuten internistischen oder neurologischen Erkrankungen, aber auch ältere Patienten, die nach einer Operation noch nicht so weit genesen sind, dass sie ins häusliche Umfeld zurückkehren können. Das Ziel ist es, die Selbstständigkeit in den Alltagsfunktionen zu erhalten oder wieder zu erlangen und eine Pflegebedürftigkeit zu verhindern. Ein Angebot, das von der Bevölkerung sehr gut angenommen wird.

Aber nicht nur die geriatrische Station feierte Geburtstag, sondern auch die Werdohler Bürgermeisterin Silvia Voßloh, die sich die Feier ebenfalls mit gutem Grund nicht entgehen ließ. „Eine geriatrische Station am Standort Werdohl zu haben, die speziell auf die Bedürfnisse der älteren Menschen eingeht, ist eine Bereicherung für unsere Stadt“, weiß Silvia Voßloh die fürsorgliche Pflege und Betreuung, die die Patienten hier erfahren, zu schätzen. „Ich freue mich auf viele weitere Geburtstage.“

Besonderes Highlight: das liebevoll erstellte Buffet mit Leckereien aus den 50er Jahren. So konnten sich die Gäste auf deftigen Kartoffel – oder Nudelsalat mit Spargelröllchen und Hackbällchen freuen. Aber auch der süße Gaumen kam mit Obstboden wie aus Großmutters Zeiten oder einer „kalten Schnauze“ voll auf seine Kosten. Und während man sich die Köstlichkeiten auf der Zunge zergehen ließ, wurden viele schöne Erinnerungen geweckt. „Das Jahr  1951 – da habe ich mein erstes Staatsexamen gemacht und geheiratet. Ich hatte einen tollen Mann“, erinnerte sich eine Patienten, während im Hintergrund „Die Liebe ist ein seltsames Spiel“ von Connie Francis aus den Lautsprechern tönte.

Als Dankeschön für den täglichen Einsatz überreichte Christine Lehnert, Verwaltungs- und Pflegedienstleiterin der Stadtklinik Werdohl, Rosen und kleine Aufmerksamkeiten an das gesamte Mitarbeiter-Team.

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