Unternehmensverbund Märkische Kliniken GmbH
Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie
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Im allgemein- und visceralchirurgischen Schwerpunkt des Chirurgischen Zentrums am Klinikum Lüdenscheid werden ambulant und stationär unter Einschluß der Notfälle etwa 3.000 Patienten pro Jahr versorgt und über 2.300 operative Eingriffe durchgeführt.

Das Leistungsspektrum der Klinik umfaßt sämtliche Operationen des Bauchraumes einschließlich der Chirurgie der Speiseröhre und des Enddarmes sowie der Chirurgie der Schilddrüse und der Körperoberfläche. Auch die Notfallchirurgie des verletzten Bauchraumes und die Kinderchirurgie fällt in den Aufgabenbereich der Visceralchirurgie.

Ein besonderer Schwerpunkt ist die Behandlung der onkologischen Patienten. In einem gemeinsamen interdisziplinären Kolloquium werden - zusammenmit den Kliniken für Gastroenterologie, der Onkologie und der Strahlentherapie - sämtliche bösartigen Erkrankungen der Speiseröhre, des Magens, des Dünn- und Dickdarms, des Enddarms, der Bauchspeicheldrüse und der Leber vorgestellt, besprochen und in einem festen Therapieplan eingebracht. Hier wird auch die Therapie entzündlicher Erkrankungen des Darmes, wie z.B. Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, gemeinsam festgelegt.
Die Klinik ist Gründungsmitglied des Märkischen Darmzentrums, dessen Leiter Prof. Dr. Kelm ist.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der minimalinvasiven Chirurgie. Diese wird seit 1991 im Haus betrieben. Neben Operationen an der Gallenblase und am Wurmfortsatz gehören die endoskopische Versorgung von Leistenhernien sowie die Abklärung unklarer Bauchsituationen zum Standard. Diese sogenannte 'Schlüssellochchirurgie' ist ständig erweitert worden. Neben Anti-Refluxoperationen an der Spreiseröhre gehören die laparoskopische Entfernung von gutartigen, im Einzelfall auch bösartigen Erkrankungen der Nebenniere, des Dickdarmes und des Enddarmes zum täglichen Operations- programm. Auch die Anlage eines Magenbandes zur Gewichtsabnahme bei morbider Adipositas, das sogenannte Gastric banding, wird laparoskopisch durchgeführt.

Zur minimalinvasiven Chirurgie wird ein bestimmtes Instrumentarium benötigt. Hauptinstrument ist dabei eine winzige, auf ein Endoskop aufgesetzte Videokamera, die durch die Bauchdecke in den Körper eingeführt wird. Sie liefert die nötigen Bilder aus dem Inneren des Patienten. Nach Gasinsufflation erfolgt dann die Einbringung von "Röhren" (Trokaren) in die Bauchhöhle, durch die die Instrumente an das Operationsgebiet herangeführt werden können. Der Eingriff wird mit Blick auf den Monitor durchgeführt und kontrolliert. Seit Juli 2003 verfügt die Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie über einen weiteren hochmodernen minimalinvasiven Videoturm.

In Zusammenarbeit mit der Inneren Klinik I, Prof. Dr. Hörmann, erfolgt als dritter Schwerpunkt die individuelle operative Behandlung endokriner Erkrankungen von Schilddrüse, Nebenschilddrüse und Nebenniere. Alle drei Operationen werden - wenn möglich - minimalinvasiv durchgeführt.

Im Ambulanten Operationszentrum des Hauses werden vornehmlich ambulante Eingriffe in örtlicher Betäubung durchgeführt. Dabei handelt es sich in erster Linie um Operationen an der Körperoberfläche sowie im Bereich des Leistenkanals und um proktologische Erkrankungen. Für die letzteren Erkrankungen wird eine gesonderte Sprechstunde angeboten (Dienstag und Donnerstag 13.00 bis 14.00 Uhr).

Ein weiterer Schwerpunkt ist die spezielle chirurgische Intensivmedizin. Diese wird in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Anästhesie und Intensivmedizin betrieben

Videoturm
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