Unternehmensverbund Märkische Kliniken GmbH

Das Haupthaus

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Ein übersichtliches Konzept auf zehn Ebenen

Das Haupthaus wurde im Juni 1986 in Betrieb genommen. Erste Planungen zum Neubau hatte es schon in den frühen 60er Jahren gegeben, die Realisierung erfolgte aber erst zu Beginn der 80er Jahre. Dies war auf den allgemeinen Planungsstop für alle Krankenhaus-Neubauvorhaben Mitte der 70er Jahre zurückzuführen. Welch riesige Dimensionen das Projekt schließlich hatte, sollen an dieser Stelle einige Zahlen widerspiegeln.

Auf einer Fläche von 65.000 Quadratmetern wurde der Boden abgetragen, insgesamt 120.000 Kubikmeter. 5,5 Kilometer Rohrleitungen wurden verlegt, 300.000 Kubikmeter Raum umbaut. Das entspricht etwa 500 Einfamilienhäusern. 10.800 LKW-Fuhren waren notwendig, um das Material zur Baustelle zu transportieren. In Spitzenzeiten tummelten sich etwa 250 Handwerker auf den alten Weidegründen des Bauern Noelle in Hellersen. Fünf Baukräne waren im Einsatz, 45.000 Kubikmeter Beton und 5.500 Tonnen Baustahl wurden verbaut. Auf jeder Station wurden zehn Kilometer Stromkabel verlegt. Es entstand ein Haus mit 42.000 Quadratmetern Nutz- und Funktionsfläche. Der Neubau kostete schließlich 312 Millionen DM.
Der gewaltige Baukörper des Haupthauses wird in ganz entscheidender Weise durch seine Hanglage geprägt. Bei der Bauplanung gelang es, die Baumasse - der Hangneigung folgend - terassenförmig zu staffeln und große Teile des Baues praktisch in den Hang einzugraben. Damit wurde erreicht, das Gebäude im wesentlichen der Horizontlinie unterzuordnen. Bei Zugang von Norden oder Westen entziehen sich die wahren Ausmaße dem Blick des Betrachters.

In den Obergeschossen sind die Pflegebereiche der einzelnen medizinischen Disziplinen untergebracht. Zu finden sind hier zudem die Kinderklinik und die Frauenklinik.

Im Erdgeschoß befindet sich der Eingangsbereich mit seinen vielfältigen kommerziellen Einrichtungen wie z.B. Blumenladen, Kiosk, Friseur und die öffentliche Konditorei Café Korte. Des weiteren sind hier viele wichtige Betriebsstellen und Einrichtungen zu finden: Die Patientenaufnahme, der zentrale Informationsstand, die Krankenhausseelsorge und die Krankenhauskapelle.

Im 1. und 2. Untergeschoß sind die funktionsdiagnostischen und therapeutischen Leistungsstellen und die Ambulanzen angesiedelt. Die Operationssäle, die Intensivstationen und die Entbindungsabteilung sind im zweiten Untergeschoß untergebracht. Die Versorgungseinheiten wie z.B. Zentralküche, Zentralapotheke und Zentrallager sind im 3. Untergeschoß unterbracht, die Technikzentralen befinden sich im 4. Untergeschoß.

Ein Krankenhaus dieser Größenordnung benötigt vielfältige Transport- und Kommunikationseinrichtungen, um das Ineinandergreifen der einzelnen Leistungsbereiche gewährleisten zu können. Hierzu gehören acht Bettenaufzüge, ein Bettenaufzug Isolierpflege, ein Lastenaufzug Sterilgut,  zwei Warentransportanlagen mit automatischem Containerausstoß, eine Kleinförderanlage mit 52 Stationen, Rohrpost, ein weitgespanntes Telefonnetz mit über 1.600 Nebenstellen, Gegensprechanlagen und eine Patientenrufanlage.

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